Familien-Heimatgeschichte

 

~ Weck sin Heimat nich ihrt, sin Muddersprak verliehrt, wer gor sik för wat bäre´s hölt, ~

~ dei sall gahn wohen hei mag, ik mag em nich is nich mien Slag´. ~

 

Auf dieser Seite gibt es Auszüge  der Familien- sowie Heimatgeschichte der * Ohlrogge * Hasse * Fenske * Radseck * Brandt * Dauck .... dabei handelt es sich nur um einige wenige Informationen. Wer mehr wissen möchte darf sich gerne melden, auch bin ich für jeden Hinweis, über Informationen, Bilder und Geschichten dankbar.

 

 

 

 

 

Karte Deutschland um 1871 ~ zur Orientierung bei der Ahnen-u. Familiengeschichte

~ Übersicht ~

 

Ahnenspitzen

 

Heimatgeschichte
- Garlitz und Umgebung

 

Familiengeschichte / Ahnenforschung

- Sippe OHLROGGE (Niedersachsen,Mecklenburg)
- Ferdinand OHLROGGE

- Sippe HASSE (Pommern)
- Alfred HASSE

- Sippe FENSKE (Preußen, Wolhynien)

- Gertrud Garve geb. HENKE

GARLITZ und Umgebung

 

~ En korten Oewerblick ~

Goorlitz is ´n lütt Dörp in´t  südwestliche Mäkelborg, in dei "Gries´Gegend".
Tau verläden Tieden weer Goorlitz Grenzdörp tau Sassen-Lauenborg un ok taun hannöwerschen Königriek, hüt heiten dei Nawers „Neddersassen“.
Hamborg is so üm  70 km wiet weg un Swerin so bi dei 45 km. Mirrden dörch Garlitz flütt dei Sue (Sude), in dei Neeg löppt dei Rögnitz un 12 km wieder weg is uns grote fleiten Warre, dei Strom uns Elw (Elbe).
Goorlitz weer bät in´t Johr 2004 tausamen mit Gaudow, Langenhei´ un Brömsenbarg een Gemeendeverband.

Dei Gemeen Goorlitz harr in´t Johr 2000  üm dei 465 Inwahners un weer so bi 18 km² grot. In´t Johr 2004 hemm´ dei Gemeen Goorlitz un dei Stadt Lübtheen heiroodt. Nu is´t uns Dörp man blots noch as Anhangsel ´n Deil vun Lübtheen. Lübtheen  hätt bummelig üm dei 5.000 Inwahners.
In verläden Tieden gew dat in Goorlitz Bäcker, Möller, Fischer, Discher, Buern, Smidt, Buurmester,  Koopmannsladen, Kraug, Penschoon, Zollhus, Schaul, Schaulhort, Kinnergoorn ....Hüttaudags,  in ´t Johr 2014 giwt dat man blot noch een Pierdhoff un een lütt Utschank vör dei hellsch döstigen un ok dat olle Gaudshus steiht ümmer eis wärre leddig orre tau´n Verköp. 
Dorvör giwt ´t oewerst tau´n Utgliek heil väl schööne Natur un bannig väl Dierte.

Pier, Käuh, Schaap, Hirsch, Adebor, Adler un Krauhn lieker so as Wulf, Biber, Nutria orre Maderhund un Heckrinners.

För ´t Wannern, Drahtäselführn, Paddeln, Rieden un ´t Pierdkutschführn is ´t ein hellsch schön urmäkelbörgschen Flag.
Garlitz liggt mirrden in „Klump-Land“  männig ein Baüdnerhuus is ganz orre stückenwies ut düssen sonömmten Klumpstein bugt,  „ut Not, nich ut Lust“ as dat heiten deed. Klump dat sünd " in feuchten, sumpfigen Niederungsgebieten vörkamende, dörch  Iesenminerale verfestigte Sedimentfraktionen des Bodens".

As Raseneisenstein woll ok dorüm bekannt, wieldat düss „Stein“ dicht ünner de Rasensode tau finn´n is.
Raseneisenerz süll all in de "Eisenzeit" vun de Urinwahners (Germanen) verhüttet worr´n sein.

 Lübtheen
Einwohner Stadt Lübtheen:c a. 3.400 (2000)
Einwohner Amt Lübtheen: ca.  5.400 (2000)
Fläche Stadt Lübtheen: ca.  57,51 km²
Fläche ehem. Amt Lübtheen: ca.123,62 km² (2000)
 Garlitz
Einwohner Garlitz: rd.200 (ca. 465 ehem.Gemeinde Johr 2000, mit Gudow, Langenheide u. Brömsenberg)
Fläche Garlitz: ca. 18,12 km² 
Entfernung Garlitz zu Hamburg: ca. 70 km 
Entfernung Garlitz zu Landeshauptstadt Schwerin: 45 km 
Entfernung Garlitz zur Elbe: ca. 12 km

~Urtsnaams~

Wat säden un seggt de Lüüe tau....

 

Garlitz - Goorlitz, Gorlitz

Gudow - Gaudow - up de Gaudow

Brömsenberg - Brömsenbarg

Bohldamm - Bahldamm

Langenheide - Langenheid, Langhei´

Neuhaus - Neehuus, Neihus, Niehus

Trebs - Treibs

Probst Jesar - Jeiser

Lank - uppe Lank

 

 

~Lütt bäten mihr tau Goorlitz ~

 

~ Lübtheen, Goorlitz un Gegend ~

So üm ´t  6. Johunnert sünd dei Ur-Inwahners, dei Germanen, ut dei Elwgägend wegtrocken.

Nu keem dei wendschen Stämm` ut denn Osten un fünnen hier ehr neege Brodstäd.
So sall „Lübtheen“ woll ok in denn wendsche Flag „Lipten“ sin Wörteln hebben.
Tau Lübtheen seggn dei Lüd` ok giern eis „Lindenstadt“ kümmt woll von dei välen Lindenböm un ok von dat Wurd „Lipten“. „Lipten“ kann up dat wendsche Wurd „lipa“ düden, wat soväl as „Linde“ bedüden sall.
In Middelöller hebben sik väl von dei naturglöwschen Wendschen in dis Rebeit von dei  „Gries´Gegend“  taurügg trocken üm sik vör dei düütschen Christenminschen un sei ehr Suldaten tau verstäken.
Dei Wendschen weern hellsch naturglöwsche Minschen, „Heiden“ as wi hüt ok dortau seggen un sei wullen sik kein neegen Globen nich oewerstülpen laten.
Sei hebben väl kämpft, so ok gegen dei Lüd von Sassenhertog „Heinrich dem Löwen“. Hertog von dei Sassenstamm, dei sülben Sassen dei noch in 8. Johrhunnert süwlst för dull gegen dei Christenminschen un ehr Suldaten strieden hebben.
Tau´n Wrangeln tüschen dei Wendschen un dei Christenminschen schrifft ok dei Kantor Meyer 1923 wat in sin  „Ein Bild aus der Vergangenheit“.  

Bi em is tau läsen, dat dei Christenminschen lang nich Herr oewer dei Wendschen würn. Obschon sei nah buten taun Christentum oewergahn sünd, so hebben sei sik nich von ehrn Globen un Gebrüken afbringen laten, wecke mit ollgermanschen Äwergloben mengeleert weer. Hertog, Kirch un Bischop versökten dat mit Strafen, oewer ´t hülp nich väl,  dei Heiden holl´n noch lange lange Tied an fast.
Üm 1138 wör dei Sass´sche „Kolonialgrafschaft Dannenberg“ upbuugt, tau weck ok Land up östliche Elvsied hürte. So dat Land tüschen Elv – Sue (Elbe-Sude) un Rögnitz weckes „Warlerow“ nömt wör. Dis besett Land  hätt „Heinrich der Löwe“ sin Helpslüd oewergäben
1306 weer´t tau En´n mit dat „Dannenberger Grafenhus“. Dat Kirchspäl Jabel mit Lübtheen kem nu tau „Sassen Lauenborg“.  
1363 wör Lübtheen taun iersten mal urkunnlich nömt, as Hertog „Albrecht von Mecklenburg“ den Besitt von „Heinrich von der Hude“ köfft hätt. In Folge hürt Lübtheen un Gegend siet 1372 tau den Hertogen von Mäkelborg. 
Vör dei Minschen in disse Gegend weeren Ackerbu un Veihtucht meistendeels Grundlag vör´t Läben
Üm 1700 wür bi Lübtheen ok de Holtslag tolaten. Oewer Sude un Rögnitz wür dat Holt tau Elv flößt.
Üm 1800 weer Lübtheen man blots en lütt Dörp mit 32 Buern un 48 Vollbäunern. Dörch dei Schassee „Berlin-Hamburg“  keem Lübtheen mit sien Poststatschoon ierstmols Bedüdung tau, dat Postamt wür 1802 bugt.
1826  hätt dei Gerichtsdeiner „Jenz“ bi´t halen von Steusolt Gips am Möhlenbarg funnen, sörredem wör up dissen Flag Gips afbugt.
Laterhen wür Kalisolt bi Lübtheen funnen un dornah keem dei Saltbargbug in Mäkelburg-Swerin 1879 in staatsche Hänn. Tüschen 1900 un 1916 gäw dat bi Lübtheen Kalisolt-Bargbug.

Wegen  Meleß mit Wader wür dei Bargbug oewer man instellt. Dei ünnerirdschen Schacht giwt hüt noch. 
1830  hätt dei mäkelbörgsche Grothertog Friedrich Franz dat Amt Lübtheen inricht, dortau hürten ok dat Dörp Garlitz un dei Bäudnerkoloni Brömsenberg.

1875 wör dei „Flecken Lübtheen“ tau ein sülfststännigen Gemeen un 1938  hätt Lübtheen Stadtrecht erhollen. „Lübtheen - vom Dorf zur Stadt, …. noch vor 100 Jahren ein reines Bauerndorf, verschwindet es eher im Dunkel der Vergangenheit…“ So weer ´t tau läsen in dei Lübtheener Nahrichten 1938.
Up denn "Striepen" / "Streifen" ut de natschonalsotschalistische Tied harr sik dat DDR-Militör (Nationale Volksarmee) ´ne „Panzerfahrschulstrecke“ un ´nen „Kriegsnahbezogenen Ausbildungsplatz“  inricht. Nah dei „Wenn“ 1989  hätt dat bunnsdütsche Militär (Bunnswehr ) dissen Flag oewernamm.

Wärre "niege Mondur" , "nieges Leed" un een niege „Groter Brauder“ oewer allens anner bliw vörierst bin Ollen...

 

 

~ Goorlitz ~


In´t 15. Jh. hätt Goorlitz dörch dei Lag´an´ne  Sude un de Lannesgrenz´ tau "Sassen-Lauenborg" ´ne besünnere Bedüdung hatt, so harr Goorlitz u.a. ´ne Fähr- un Zollstation. Oewerst ok  de "Böwelsten" (Herzöge) dään sik üm dat Land hier dat Strieden krägen.

So as üm de "Kraaz", dat weer in´t 15. Jh. man een sumpfiges Ellernbraukland, wat an´t nurdwestliche Äuwer von dei Sude, so Richtung Sückau-Langenheid´hentau leggen däär. Jüst üm düss Land hebben sik dei Herzöge vun Sassen-Lauenborg un Mäkelnborg woll an 200 Johr lang dat Strieden krägen. In Mäkelnborg wiehr´t de Pentzen wecke all dat angrenzende Land hürt hätt (Langenhei, Melkhof, Brahlstorf,Düssin) As vertellt würr, hebben dei sik ok woll  mütt Kanonen beschotten. Ierst üm´t Johr 1689 käm wärre Rauh in dit "Garlitzer Grenzgebiet", dei Kraaz würr nahstens henn vun Amt Neihus vertwaltet un dei Pentze hebben een Deel ut de Holzung krägen.
1558 würr Garlitz ierstmals in „Landesbederegister“ von Wittenborg nömmt.
Vör 1520 käm dat woll tau Deilung von Garlitz in ein Rittergaud mit Buerndörp Garlitz up dei nördliche Sied von dei Sue, un ein hertoglichen (dominialen) Deil südlich von dei Sue.

Dei öllste Nahricht oewer Garlitz is ut ´t Johr 1590 von denn Neuhauser Amtsschriewer „von Manecke“ sien Grenzbauk. 

 „Es hat an der Gudow in dem Wasser der Rögnitz der Zöllner von Garlitz, Jürgen Magdeburg mit Namen, einen Schlagbaum setzen lassen, welchen die Herzogin Catharina ... von Grund aus hat wegräumen lassen, weil derselbige auf sächsischen Grund und Boden stand.“
 

Garlitz,Drift, Richtung Büdnerei´n Henke / Buhck / Keibel Garlitz,Drift, Richtung Büdnerei´n Henke / Buhck / Keibel um 1930

1689 kümmt Goorlitz Gaud an dei "von Bülows".
Dat „Dominialdorf“ Garlitz südlich vun dei Sue geiht up blots 2 Katen, dei“fürstlichen Zoll- und Fährstelle“ trüg´.

Üm 1707 würr dei „fürstliche Fährstation“ mit denn „Fährmann Ludwig Hase“ un dei blangenan liggend Fischerie nömmt.
Im 17. Johrhunnert däär Garlitz ierstmals bäten wassen un harr 4 Hoffstäden, 1 Bäudnerie, een Katenstäd un dei Warermöhl bi Brömsenberg.
Mit dei Order taun Bäudnereibug vör Garlitz dörch denn mäkelbörgschen Fürsten Christian Ludwig, von 1753, würr ´t Dörp upsiedelt.

1742 kümmt dat Gaud Garlitz an denn Landgrafen von Hessen-Philippstatl. Oberverwalter wier een  Herr von Drieberg, in´t Johr 1751 kämm´t denn an Jakob Lemke un 1797 an Ulrich von Weltzien.

Das  Bild zeigt die “Drift”, ein Stichweg im südlichen Teil von Garlitz.

Dieser diente in alter Zeit den Büdnern des Dorfers um an Ihre Wiesen zu gelangen und Ihr Vieh in die "Wischen tau driwen" /=Drift). Am Ende des Weges befanden sich zwei Büdnereien (Buhk, Henke, Keibel, Brüggmann). 

1788 weer dit Stück Garlitz noch as "Katen auf der Heyde" in de Kort inteiknet.

Gaststuw Garlitz ca. 1930 Gaststuw Garlitz ca. 1930

1788- "Katen auf der Heyde" 

up é Landkort vun "Schmettau" 1788 sünd bät up dat Gaud Garlitz wat an de Sude liggt, blots 5 Gehöfte südlich vun dei Sue (Sude) tau seihen, dat sünd dei „Katen auf der Heyde“, laterhen in´t  20.Jh. wiehrn dat dei Gehöfte (Baüdnerstäden)  vun Buhk, Henke, Keibel, (Drift)  Grassmeier un Beth. An´t Hus vun Keibel / Brüggmann würr bi Buarbeiten in denn 1990ger Johr´n in Giebelbalken dei Johrestahl 1739 tau seihen.
Bet tau´t  Johr 1811 hätt dei Lübtheener Burmeister (Schulze) in Garlitz dat Seggen, dornah harr Garlitz een eegen Burmeister.
Mit dei Zollstäd Garlitz (Grenzzoll) von 1590 wür 1868 tau En´n. In´t sülwig Johr (1868) würr dat „Herrenhaus“ nördlich dei Sude bugt un hürte bet 1945 dei Familje Laffert. Achteran tau DDR Tieden deinte dat Hus as Ollen-un Plägheim..
1813 käm Garlitz Gaud an Heinrich Hermes, 1816 an Friedrich Leo von Grävemeyer, Grävemeyer müss dat Gaud oewer nahstens wärre an Hermes trügggäben.
 

Dat seggt uns dei "Volkszählung" vun 1819 oewer ´t Dörp Garlitz:

316 Personen, väle Büdner un Tagelöhner, oewer ok Knechte, Uhrenmacher, Ziegler, Zoll-Gehöftspächter, Maurer, Krüger, Hauslehrer, Holzhändler, Schneider, Weber, Zimmermann un Kuhhirten.
1830  hätt dei mäkelbörgsche Grothertog Friedrich Franz dat Amt Lübtheen inricht, dortau hürten ok dat Dörp Garlitz un deiBäudnerkoloni Brömsenberg. 1879 würr dat Amt wärre uplöst.
1844 hätt  August von Laffert dat Gaud Garlitz köfft, un bät  1945 wiehr´t in Eigendaum vun de Laffert Familie. Vun allen Lafferschen Gäudern wiehr Garlitz an längsten in Eigendaum vun dei Lafferts.
1881 Windmoehl:  Blangen denn "Pestbarg“ ( tau DDR Tieden Müllkuhl un tau BRD Tiet "Festplatz")  där ´ne Windmoehl stahn, so is ´t se ok in de Kort vun de preußischen Landesaufnahme 1881-1910 inteiknet.

1888 – Elbhochwasser erreicht auch Garlitz
Im Frühjahr (März) 1888 brechen Elbdeiche, das Wasser erreicht auch Garlitz, zuminddest im westlichen Teil soll das Wasser gestanden sein. Über die Höhe gibt es unterschiedliche Überlieferungen von „Wasser auf Fussboden“ bis „Wasser bis zu den Fenstern“
Zumindest ein Garlitzer Einwohner ist beim Hochwasser zu Tode gekommen. Laut einer Todesanzeige „Die Toten von Darchau am 24.3.1888“  kam der Knecht Schmidt aus Garlitz (bei Brüggmann) um.

 

1924 hürt Garlitz Dorf tau´n Amt Hagenow Land un hätt 3 Hofbesitzer, 30 Baüdner, 28 Häusler, dei Burmeister weer Heinrich Boldt.  Garlitz, Lehn hürte jüstsau tau Hagenow Land, Pächter weer Karl August von Laffert.

In denn 1930ger süll een Smidt "Rudolf Schulz" blangenbi tau sine Smääd ok een Kraug "Gasthof zur Linde“ hatt hebben (Schmiedeberg am ehem. Lehngut nördl. d. Sue) dei Dörpjugend kiehrte woll dor in, denn in dei Gaststuw "Reimer" in Dörp wiehrn woll ok dei Schaulliehrer un öllereren Lüüd.
Üm´t Johr 1934 brennt dei ohle Forsthof, ehem. Pensionat Gehrke (laterhenn Heidemann)  up  mecklb. Siet bi Bohldamm af.

1936, in  "Lieb Heimatland" (Beilage zu der Grenzzeitung. - Lübtheener Nachrichten Nr. 157) erscheint ein Artikel von Karl Puls  „Von der Zollstelle zu Garlitz“ 

Bi 1941 an 2. Wihnachtsdag brennt dat Hus (Reetdack) vun Fam. Schult (Hauptstraat, Kort Nr. 5 is in Jahr 1925 noch de Büdnerei 6, Schmidt) woll dörch Schossteenbrand af, dat Hus, Stallung un Schüün würrn heil nieg´upbugt.
In denn Kriegsjohr´n weern woll ok französche Kriegsgefangene in Garlitz ünnerbröcht, een von düsse käm bi´t Johr 2000 rümme bi Trude Garve (geb. Henke) tau Besäuk, namentlich is de öwerst nich bekannt.

 1945 wiern ok noch "prominente" Häftlinge ünner denn Tarnnamen „Biberpelz“ in Sloss Garlitz ünnerbröcht, dat Prinzenpaar von Bourbon Parma, Bruder und Schwägerin des Großherzogs von Luxemburg. Kommandoleiter, dei SS Hauptsturmführer Joseph Sewera, süll dei Häftlinge gaut behannelt hebben.

1945-1950 in  düsse Tied  süllen miehrere Hüser in dei Hinneck  in Gorlitz afbrennt sien
1985 würr bi arbeiten an dei Sue (Sude) dei Schädel eines URS (oller Osse, Auerosse) bi Gorlitz funn´n. Billers dortau gift dat nich, blots vun denn in´t glieke Johr  funn´n  Urschädel ut Raguth. 

"Dei Garlitz Ur-Schädel is een dütliches Teiken, dei Ossenkopp in mäkelnborger Lanneswappen un ok dat weltbekannte Leed dortau vun "Herrn Pasturn sin Kauh" hebben sei ehr Wurzeln (tauminnest een lütt bäten...) in Gorlitz."
Braakmaand 1988 weer een grotes Fest in Garlitz bi dei Sude mit Baawannbirsen un Neptundööp, oewer 1000 Beseuker hebben denn Dag oewer fiert.
In´t Johr 2000 kräg Garlitz een egen Wappen, in dissen sünd Eikenblärer un Moehlenrad tau seihn.
2003 – Garlitz is in Bauk "Die Griese Gegend in Photographien“ vun Karl Eschenburg in Wort u. Bild genannt: "Friedenseiche" mit Büdnerei Brüggmann, Scheune und Sod auf dem Hof des Bauern Busch.
12.06.2004  Dat eegenstännige Dörp Garlitz is Geschicht, Garlitz is blots noch een "Ortsdeel" vun Lübtheen. Dat Amt Lübtheen ward tau amtsfrien Stadt.

 

 

Bild: Dörpschaul Garlitz bi 1933/1936 Bild: Dörpschaul Garlitz bi 1933/1936

* Dörpschaul in Gorlitz

Järwoll, Gorlitz harr ok ´eins ´ne Dörpschaul, dat Schaulhus steit noch mirrden in Dörp, dicht bi´t Kriegerdenkmal an ´ne Hauptstraat.
För dei Schaulliehrer un Schaulmeister däär dat Hus ok Hüsing siehn. Laterhen weer  dat Hus Hort, Kinnergor´n, Jugendclub un Mietwahnung vun de Gemeen.

 

Schaulliehrer in Garlitz, de mi künnig sünd...

 1748-1779 Joachim Heise
 1770 ca. Johann Heinrich Maydag, Schulmeister
 1779 Hans Jacob Schulz, Schulmeister, aus Mölln 
 1779-1802 Johann Gottlieb Kuhlmann
 1802-1810,  Johann Jürgen Gottlieb Kuhlmann (Sohn von Johann Gottlieb) Ehefrau Anna Magdalena Catharina Jungen (Johann Jürgen  Gottlieb ist 6 Tage vor Geburt seines Sohnes Johann Christian Hinrich verstorben)
1810 / 1819 Johann Friedrich Georg Pätow, geb. 1784 aus Brömsenberg,  Ehefrau 1812 Anna Magdalena Catharina JUNGE geb. 1784, Gudow 
(vermutlich die Wittwe von Lehrer Johann  Jürgen Gottlieb Kuhlmann)
1926 ...Klasse 2 Abteilung 3...Lehrer E. Kramer..."  
1927 Klasse 2 Abteilung 2 Leher R.Wieghardt..." 
1928 Klasse II Abt. 1..Klassenlehrer Karras...
1929 Klasse 1...Lehrer Rathmann… 
1934 Klasse I Abteilung 1. Lehrer Rathmann...  
1929 – 1945 Lehrer Helmut Rathmann
Helmut Rathmann möt so in dei Tiet vun 1929 bät 1945 Liehrer in Garlitz wäst ween.
Vun vertellen her, süll hei ´n bannig gauden Liehrer wäst ween. Hei däär väl Reisen un Wannerdag mit denn Kinners maken, wat so ok up välen Billers ut de 1920/30ger Johr´n tau seihen is. As Krieg weer un dat mütt denn Reisen nich klappen künn, süll hei tau sin Schäulers seggt hebben

"..wenn de Krieg vörbi is, denn halen wi dat nah".

Dortau käm dat oewers nich miehr. Wat denn kümmt sünd ünnerschedliche Vertellers n tau´n afbläben vun Liehrer Rathmann.

En Geschicht seggt, hei würr nah Kriegsenn´ denunziert un käm in een vun düss Lagers (Niegenbramborg / Neubrandenburg) wo hei all in Dezember 1945 starben sin süll. Hei hätt woll dat verkiehrte Parteiafteiken hatt.                                 
1945 (nach) Herr Krahmer, Herr Bandekow?
1957 ca. bis  mind. 1962, Ehepaar Jahnke  (Herr Heinz/Peter? u. Frau Hildegard, se müssen as vertellt ward, nah Dömitz gahn u.U. wägen politische Grünn´, in Dömitz harr´n se woll an IfL - Institut für Lehrerbildung ünnerricht, Hildegard güng 1984 nah Cottbus wo se 2004 starben is.)  
1963 um, A. und M. Strupp

 

* Naams - Straaten - Hoffstäden - Flurnaams / Gewann´beteiknung ... weck dat so in Goorlitz / Langenhei´ un up´e Gaudow gäben däär un deit ...

 

Buerneck
Lage: Ortslage Garlitz, (Nr. 16 Kort) Mitte des Dorfes an der Hauptstraße
Namensdeutung: Up düsse Stäe weern 3 Buernhöff / Hufen.
Nr. 20 Busch, Hufe 2 (Jahr 1925) 
Nr. 21 Dreckmann, Hufe 3 (Jahr 1925)
Nr. 22 Jalaß, Hufe 1 (Jahr 1925)

 

Börse
Lage: Ortslage Garlitz, (Nr. 14 Kort) Dorfabschnitt von Orstmitte / Kurve Hauptstraße (Drewes) in westliche Richtung etwa Höhe Kofahl
Namensdeutung: An düssen Stück Straat läden dei Bäudners, un dei harr´n Geld = Börse / Geldbeutel
In´t  Johr 1925 weern  dat:
Nr. 23 Büdnerei 4, Mahnke
Nr. 24 Büdnerei 3, Brüggmann
Nr. 25 Büdnerei 5. Behnke
Nr.  . Büdnerei 6, Schmidt
Nr..  Büdnerei 7, Reimer (laterhen de Kraug / Gaststuw)
Nr. ..Büdnerei 8, Nack
Nr. 28 Büdnerei 12, Bäth
Nr. 27 Büdnerei 13, Klockmann
Nr... Büdnerei 14, ?
Nr.   Büdnerei 15, Metelmann,
Nr... Büdnerei 16, Dettmann
Nr.   Büdnerei 17, Otto Kroop
Nr... Büdnerei 18, Klauck
Nr... Büdnerei  19, ?
Nr.26 Büdnerei 20, Paul  Möller (laterhenn Reiterhof Möller)
Nr... Büdnerei 21, ?
Nr... Büdnerei 22, Busch
Nr... Büdnerei 23, Hamann

 

Bohldamm / Bahldamm
Lage: (Nr. 27 Kort) Bummelig 1 km südlich vun Garlitz, dei Kreisstraat K 19 nah Neehuus hentau, liggt „Bahldamm“ (Bohldamm). Bahldamm is  ok de Scheid twüschen denn Lännern Mäkelnborg un Neddersassen. Dei Scheidgrawen "Bahldammgrawen" flütt hier  dör.
Dei Forsthüser liggen up Neddersassischen Rebeit.
Namensdeutung: Mag angahn, dat de Wäg / Straat hier in verläden Tieden ut Bahlen (Bohlen) west is üm dörch denn natten Braukholl´n un dat muurige Rebeit dörchtaukamen.

 

 

Drift - Driften

Lage: Ortslage Garlitz, südlich der Hauptstraße
Dei “Drift” is een Stichwäg südlich vun dei Hauptstraat Richtung Wischen tau. In verläden Tieden häbb´n all dei Wäg vun dei Hauptstraat Richtung Wischen tausamen dei "Driften" heiten. Up düss Wäg hebb´n dei Bäudner ehr Veih in dei "Wischen dräben"  (dräben - drieben = treiben - Drift).

Am Enn´n vun Wäg vör dei Wischen hebben Bäudnerien stahn, 1788 noch as "Katen auf der Heyde" in´ne Kort inteiknet.

Flötendörp
Lage: Ortslage  Langenheide, (Nr. 22 Kort) westliches Stück vun Dörpen Langenhei wat nürdlich hinner´n Buerngraben / Strom leggen deit.
Namensdeutung: Flötendörp - Flötendorf  / ´ne olle oewerlewerte Beteiknung,  weck so ok in annern  Dörpen (u.a. i. Ort Kraak.) tau finnen is. Bedüdung?

 

Gedinenstraat (Gardinenstraße)
Lage: Ortslage Garlitz, (Nr. 9 Kort) Dorfabschnitt von Kriegerdenkmal Richtung Westen bis zur Kurve ca. Dreckmann/Völkel  - Metelmann/Thaele. 
Namensdeutung: Hier stünn´n dei Hüser so dicht bi dei Straat, dat all dei Lüüe Gedinen vör seiehr Finster maakt hebben, so dat kein ein in ehr  Stuw rinne kieken  künn.

 

Hohge Wäg
Lage: Ortslage Garlitz, Weg von Hauptstraße (Feuerwehr)  in westliche Richtung nach Sückau / zur Hinneck ( Nr. 9. Kort)  
Namensdeutung: Hohge Wäg = Hoher Weg, woll wiel dat düss Wäg bäten wat höhger liggen deit (bi 12,5m oewer Null un dei Pastbarg blankenbi üm 15 m oewer Null).

 

Hinneck / Hinneneck: 
Lage: Ortslage Garlitz, dat Stücken wat südlich vun ´ne Sue (Sude) un nürdlich vun dei Hauptstraat liggen deit, Richtung Sükau hentau.
Namensdeutung: Woll nich mihr as dei "hintere Ecke" vun´t Dörp / Bebuungsenn = "Dor hinnen in dei Eck" "Hinn´eck". Ok as "Hinneneck"  in ollen Flurkorten tau finn´n. 

 

 

Klodram 
Lage: Feldlage nördlich von Garlitz, (Nr. 21 Kort) westlich der Straße nach Langenheide.
Namensdeutung: Dor stünn in ollen Tieden ´ne Feldschün. As Lüüd vertellen, sall dei, weck dat Land un dei Schün tauhüren däär, woll bi´t Kortnspäl allns verspält hebben. Un de dat denn krägen hett, dei niege Besitter käm woll ut Klodram.

 

Katen auf der Heyde

Lage: Garlitz, Feldlage südlich der Hauptstraße 
Up dei Landkort vun "Schmettau" 1788 sünd bät up dat Gaud Garlitz, wat blangenb dei Sue (Sude) leggen däär, blots 5 Gehöfte südlich vun dei Sue tau seihen. Dat weer´n dei „Katen auf der Heyde“, laterhen in´t  20.Jh. weer´n dat dei Gehöfte (Baüdnerstäen)  südlich vun ´ne Haupstraat von Buhk, Henke, Keibel, Brüggmann, Grassmeier un Beth. 
Namensdeutung: Katen = lütte Hüser auf der Heide / up dei Hei /Heide / Heyde

 

Kraaz: 
Lage: Feldlage nürdlich vun Garlitz, Rebeit (Gebiet) vun Langenheid i. Mäkelnborg un Sückau i. Neddersassen, sumpfiges Ellernbraukland, wat an´t nurdwestliche Äuwer von de Sue, so Richtung Sückau-Langenheid´hentau liggt. Nürdlich vun Langenheie Buerngraben, geit bät an dei Straat Sückau – Brahlstorf ranne. In verläden Tieden gew dat väl Striet un Larm üm düssen Flag twüschen denn Hertog vun Sassen-Lauenborg un Gaudsbesitter ut Mäkelnborg. Ok mütt Kanonen un Püster / Scheetiesen sall´n se dunntaumalen versöcht hebb´n düssen Striet uttaufechten.
Namensdeutung: ?

 

Pestbarg

Lage: Ortslage Garlitz, Anhöhe twüschen "Hohgen Wäg" u. Sue (Sude) (Nr.8 Kort).
Namensdeutung: Pestbarg = Pestberg 

As mi „olle“ Lüü vertellen däen, würn an düss Stäe tau verläden Tieden dei dodigen Dierte inkuhlt, weck an een Süch (Seuche) starben sünd. Wat för´n Süch un in wecke Tiet dat west wäsen is, kein ein weit dat tau vertellen.
Ok vun R. Wossidlo sin Feldforschung (1925) is dortau tau hürn:  …. dicht bi Garlitz in de Pestbarg sünd de dodigen Minschen un Pier ingrawat, de an de Pest storben  sünd….
Tau DDR Tieden is up düss Flag denn ´n Müllkuhl wäst, tau BRD Tiet würr dei Platz dunn tau´n "Festplatz". Dat "Barg" kümmt vun´ne bannigen Höhe vun 15 m oewer Null.

 

Ruschen, Ruschen Holz
Lage: (Nr. 23 Kort) nördlich der Sude / Garlitz, südwestlich von Langenheide, Bereich westliches Ufer des Langenheider Bauerngraben in westliche Richtung Einmündung in die Sude.
Namensdeutung: 
a) De olle Beteiknung „Ruschen Holz“ künn dörch ´t  neederdüütsche ruscheln, russeln = rascheln , rauschen , stürmen kamen, un soväl as „Rauschender Wald“ bedüden. 
oewerst ok
b) Beteiknung för en wild müt Gestrüpp,Gebüsch, Binsendickkicht un Schilf bewussenen, unorntlichen Acker sien;

De Seggwies dortau : „Dor is Rusch un Busch“

 

Sant Pauli: 
Lage: Ortslage Garlitz, Dorfabschnitt südlich der Sude, etwa ab Kreuzung Kriegerdenkmal bis Ortsausgang (Ost) Richtung Lübtheen, 
Namensdeutung: Dor hebbt all in dei 1920ger / 30ger Johr´n väl Handwarkes ehr Hüsing hat. Un jüst düss hebben ehr Penunsen, ehr Brotgeld in Hamborg verdeihnt. Un för uns Landeie is Hamborg nix anners nich as? ..na klor doch "Sant Pauli" (sotauseggen as Synonym), orre gift´t dor ok noch wat anners? Oewer düss Beteiknung gift ´t nich blots in Garlitz sünnern ok annern Urts....

 

Schmiedeberg / Smääebarg: 
Lage: Ortslage Garlitz, nördlich der Sude, nahe dem Gutshaus, Berg (Butenlänners seggen "Erhebung") vor Ortsausgang Richtung Langenheide, 
Namensdeutung: Wärre so´n Flag dei wat höhger liggen deit dorher dat "Barg" in Naam. Tau verläden Tieden is hier ´ne Smääe = Schmiede wäst un so kümmt "Smääebarg" rut. Noch in´ne 1930ger sall ok noch ´n Kraug / Gasthof „Zur Linde“ tau Smääe hürt hebben.

 

Scheidelaake
Lage: Ein „fleiten Warre“ (Grawen) weck ut östliche Richtung vun dei Sue bi Bannkow / Quassel kümmt un westlich vun Langenhei´ in denn „Langenheider Bauerngraben“ (Strom) rinne flütt (mündet).
Namensdeutung: Scheide – Scheidelinie – olle Beteiknung för „Grenze“, an düsse Stäer dei Scheid twüschen den  Gäudern (Gütern) Melkof mit Langenhei (Langhei weer Vorwerk tau  Melkof) un denn Gaut Garlitz (nürdliches Stück vun Garlitz).

 

 

Swiensumloop
Lage: Ortslage Garlitz, (Nr. 15 Kort) westliches Enn´vun Dörpen Garlitz, rechte Siet vun dei Hauptstraat Richtung Neihus so bi Knothe.
Namensdeutung: Hier keem ofteins tau Nachtslapenstunn´de Wildswins ut denn Hollen rute un sünd umherlopen = ümlopen.

 

Strom – Langheider Bauerngraben
Lage: Een Graben dei ut östliche Richtung (vun Pritzier) kamen deit un Langenheie dörflütt. Westlich vun Langenheie, all up´n Rebeit vun ´t Land Neddersassen, flütt hei in dei Sue rinne un dei Sue denn bi Boizenborg in dei Elw rinne....
Namensdeutung:...

 

Togerwiesen / Touker
Lage: (Nr. 26 Kort) Feldlag´ südlich vun Garlitz, östlich vun dei Kreisstraat bi Bahldamm (Bohldamm) up mäkelnbörgsche  Lannessiet. In ollen Flurkorten noch as „Touker“ tau finnen.
Düss Togerwischen  sünd as NSG „Togerwiesen bei Garlitz“ all  lang Tiet schützt.
„... Es handelt sich um ein Struktur- u. artenreicher Feuchtgrünlandkomplex, eingeschlossen von strukturreichen Waldkomplexen. Hier finden sich gefährdete Vogelarten u. Amphibien. Für viele Vögel, u.a. auch seltenen Arten, für Schwarz- u. Weißstorch, Kranich, Kiebitz, Kornweihe, Steinkauz und Braunkehlchen hat das Gebiet eine besondere Bedeutung...“
Namensdeutung: ....?

.

 

 

Bild: Karte v. Garlitz um 1880

Brügg (Brücken) Garlitz

 

 

Bauernbrücke / Buernbrügg

Lage: Feldlag nürdlich vun dei Urtslag Garlitz (Nr. 20 Kort), ein höltern Brügg oewer dei Sue (Sude), bummelig 1000 m westlich vun dei Brügg vun dei Kreisstraat 19. Düsse Brügg is in´t Johr 1881 (bät  in´t Johr 1910 aktualisiert) nich in´ne Kort  v. d. preußische Landesaufnahme inteiknet,  ierst in  dei Topographischen Kort in Johr 1980 is se tau finnen.

Hüttaudags is vun dei Brügg nicks nich miehr tau seihn.

 

 

Hohe Brücke / Hohge Brügg 
Lage: (Nr. 25 Kort) 
Feldlag´nürdlich vun dei Urtslag Garlitz, westlich vun Langenhei,  ´ne Brügg oewer denn "Langenheider Bauerngraben" (Strom) an´ne Lannesgrenz tau Needersassen.

 

Brügg Smäestraat
Name: ?
Lage: Urtslag vun Gorlitz, (Nr. 18 Kort),  hölterne  Brügg oewer  de Sue, so  bi 200 m  westlich vun dei hütigen Kreisstraat 19. Hüttaudags is an düssen Flag de Baestäär in´ne Sue un nicks miehr vun dei Brügg tau seihn.
Up nürdlichen Äuwer vun de Sue is in ollen Tieden ein lütten Utschank / Kraug west (Nr.17 Kort) (Hans Schult 2.2014) 
Dei Straat vun Gorlitz nah Langenhei  güng dunntaumalen nich so  as hüt uns Kreisstraat 19 oewer denn  Smäebarg  sünnern oewer jüst düsse Brügg Nr. 18 dei  Smäestraat (Schmiedestraße) hennlank nah Langenhei.

Dei  Korten  v.d. preußischen  Landesaufnahme  vun 1881 (bät in´t Johr 1910 aktualisiert), dat „Messtischblatt“ vun 1888 un dei Topographische Kort vun 1912 wiesen düss Brügg up.
Dei Brügg vun uns  hütigen Kreisstraat 19 is in dei  Kort vun 1888 noch  nich inteiknet oewerst in dei bät in´t Johr  1910 aktualisierte Kort vun de preußischen  Landesaufnahme.

 

 

~ Familiengeschichte ~

..... zu O(h)lrogge sowie
BEUSCH, BANSEN, (von Bansen), BRANDT, DAUCK, DIERßEN, EILMANN, FENSKE, GARSTENKORN GERSTENKORN, GEHRKE, GROTE, HASSE, HOBERS, JALATZEN, JALAHS,JAUERT,JÖRß, JOHANNES, KOOPMANN, MEYER (Meier), NIEMANN, OELKE, PAETOW, PAUCH, PEGEL, PULS, RADSECK, RAPPAUL, SOMMER, SOETEIER(s), SCRHÖDER, SCHULTZE, SCHULT(E), SUHRKEN, SUTERS, SCHWART,TEESSEN, WENK, WULF...

Unsere Ahnenspitzen mit Herkunftsorten sind ganz am Ende dieser Seite zu finden.  

 

 

~ Sippe Ohlrogge ~ 
Die nachvollziehbaren Wurzeln der Familie Ohlrogge liegen im hannöverschen, heutigem Niedersachsen. Sowohl im ostelbischen z.B. Stiepelse als auch im westelbischen zwischen Bleckede, Neu Darchau und Dahlenburg. Der Name "Ohlrogge" ist in Bezug auf die Vorfahren in Niedersachsen mit den Orten Bleckede, Reeßeln (Walmsburg), Barskamp, Bohndorf & Sammatz in Verbindung zu bringen. Allgemein ist der Name Ohlrogge überwiegend im nördlichen Deutschland verbreitet, so in den Bundesländern Schleswig Holstein, Bremen, Hamburg und Niedersachsen. So weit bekannt, sind alle bis zum Jahre 1989 auf dem Gebiet der ehem. DDR lebenden "Ohlrogge" Nachfahren des Johann Heinrich Willhelm Ohlrogge & der Alwine (Dierßen).  Johann Heinrich geboren in Bohndorf (Niedersachsen) hatte bei Lübeck einen Hof, später eine Gastwirtschaft. Um 1924 ging die Familie nach Bandekow in Mecklenburg. Es waren scheinbar die einzigen "Ohlrogge", die in ostelbische Gebiete zogen. Johann Heinrich und Alwine hatten vier eigene Kinder und ein Pflegekind.

Die Ahnenreihe der Ohlrogge 
8. Jürgen Wilhelm Ohlrogge(n) (*vor 1690  Niedersachsen / Stiepels)
7. Jürgen Christopher Ohlrogge(n) (*1712  Niedersachsen / Stiepels)
6. Johann Gottlieb O(h)lrogge (*1765 Niedersachsen / Bleckede)
5. Jürgen Heinrich Ohlrogge (*1803 Niedersachsen / Sammatz, Reeßeln)
4. Johann Heinrich Christoph Ohlrogge (*1835 Niedersachsen / Reeßeln, Barskamp)
3. Johann Heinrich Willhelm Ohlrogge (*1878 Niedersachsen / Bohndorf, Gudow)
2. Ferdinand Ohlrogge (*1914 Schleswig Holstein, Zarpen / + Mecklenburg, Langenheide) 
1. Jürgen-Gerhard Ohlrogge (*Mecklenburg)

 

~ Ferdinand Ohlrogge - März 2007 ~
 

Nicht die Freuden, nicht das Leben stellt den Wert des Menschen dar, immer nur wird das entscheiden, was der Mensch dem Menschen war

(Verfasser unbekannt) Lübtheen im März 2007


Ferdinand, jüngster von vier Geschwister, geboren in Kaiserszeit an einem Dienstag im November 1914 in Zarpen (Schleswig Holstein), gestorben an einem Dienstag im März 2007 in Lübtheen (Mecklenburg).

Gemeinsam mit Liesbeth (geb. Dauck / Brandt, Probst Jesar) hatte Ferdinand sechs Kinder. Bis ins Jahr 2007 wurden daraus über 11 Enkel und über 13 Urenkel. Ferdinand war gelernter Kaufmann, Wachtmann, Milchleistungsprüfer, Bauer und Landwirt. Er erlebte den Wechsel mehrerer Währungen wie Regierungen. ( Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittes Reich, sowjetische Besatzungszone, DDR und BRD) Bis 1920 wuchs Ferdinand auf dem elterlichen Hof in Zarpen auf, dann auf dem Bauernhof in Bandekow / Mecklenburg. Zur Schule ging es die ersten vier Klassen auf Holzpantoffeln in Bandekow, die weiteren Jahre bis zur achten Klasse dann zu Fuß oder auch mit Pferd nach Lübtheen zur Schule. (Amtsstraße, spätere Hans Beimler Oberschule bzw. Realschule) Um 1940 war Ferdinand Zivilangestellter Wachtmann im Marinearsenal in Jessenitz -Werk. Im September 1939 gab es eine „Blitzhochzeit“. Ferdinand kam um 6 Uhr vom Dienst, um 15 Uhr waren Ferdinand und Liesbeth in Melkof auf dem Standesamt und um 18 Uhr ging es für Ferdinand schon wieder zum Dienst. So bekamen Ferdinand und Liesbeth dann eine Werkswohnung in der Lagerstraße in Jessenitz. Während der Zeit in Jessenitz fuhr Liesbeth oft mit dem Fahrrad nach Langenheide zum Bauernhof der Eltern (Hermann Brandt) um dort zu helfen.

 

 

1941 wurde Ferdinand zum Kriegsdienst einberufen. Ferdinand berichtete vorallem über seinen Einsatz bei Kursk Orel (vermutl.Schlacht Kursker Bogen,Juli-August 1943).

Einige Daten zu Ferdinands Militärzeit: 7.1942: Gefreiter; 8.1942: Unteroffezier; 7.1942: 4.Kompanie Kradschützen Battalion 22; Meld.v. 8.1942, Zugang von Battaillon Brüchert Meld.v. 9.1942, Unterstellung, 2.Panzer-Division, Einsatzraum Russland (Bjeloje, Rshew); 8.1942: Verwundung bei Torgolowo, Infantrie Geschoss Splitter; 10.1942: Reservelazarett Grimma-Naunhof ; 10.1942: Kradschützen-Ersatz-Bataillon 24, Standort Insterburg; 3.1943: 4.Kompanie Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12, zuletzt 3. Kompanie- Untersetllung: 12.Panzer-Division; 8.1943: vermisst gemeldet bei Sanetzkaja-Luka UdSSR.

In Sowjetrussland wurde er mehrfach verwundet und kam im August 1943 in Kriegsgefangenschaft in den Kohleabbau nach Karraganda (Kasachstan 4000 km von der Heimat) Harte Arbeit bei Temperaturen von eiskalten – 40 bis heißen +40 °C und schlechte Ernährung überlebte Ferdinand, wurde jedoch krank und kam so „schon“ 1945 in Viehwagons nach Deutschland zurück. Am 17. November 1945, dem Geburtstag Ferdinands , erreichte er mit vielen anderen die spätere deutsche Grenzlinie in Frankfurt-Oder. „Das war mein bestes Geburtstagsgeschenk und ist es heute noch“ sagte Ferdinand später.

Des Nachts kam er mit dem Droschkenkutscher Dörwald vom Bahnhof Pritzier zum Abzweig Bandekow und ging dann zu Fuß weiter bis zum Hof seiner Eltern. Dort klopfte Ferdinand wiederholt an die Tür, es machte niemand auf. Ferdinand rief „ Vater, Mutter hört, wollt Ihr euern Sohn Ferdinand denn nicht reinlassen ? “ Daraufhin war ein „ Nun stah aber mal up, dat is Ferdinand “ zu hören und sie machten Ihn die Türen auf.

Warum sie sich zuerst nicht meldeten lag ganz einfach daran, dass in den Nachkriegswirren des Nachts schon mal die Besatzer -Sowjets- kamen, um z.B. die Tiere aus den Ställen zu holen.

Ferdinand befand sich in einem sichtlich schlechten Zustand und wog nur noch knapp 84 Pfund.

Als Liesbeth ihren Heimkehrer sah sagte sie auf Grund seines Zustandes erschrocken „dat is nich mien Ferdinand, ne...“

Dann übernahm Ferdinand den Bauernhof seines verstorbenen Schwiegervaters Hermann Brandt, da Hoferbe Harry nicht aus dem Krieg zurückkehrte „...ich will den Hof nicht übernehmen, ich habe keine Ahnung von Landwirtschaft....“ soll Ferdinand gesagt haben, denn er war ja Kaufmann. Die Bedingungen für die freien Bauern wurden dann in der DDR nach und nach durch die Bildung der Genossenschaften immer härter, die Maßnahmen gegenüber den Bauern wurden mehr und mehr verschärft. Das „Soll“ die für den Staat zu erbringen Abgaben wurden so erhöht, dass es kaum zu schaffen war.

1960/61 gehörte Ferdinand zu den letzten Bauern die mit Hof in die LPG eingetreten sind. Das eigene Vieh wie Kühe, Pferde wurde dann aus den Ställen zur LPG verschafft. Die Söhne machten sich rechtzeitig auf in den Süden der DDR um der LPG zu entgehen.

Bei aller Arbeit mit Ferdinand hieß es Schritt halten, mit seinem Tempo und seiner Leistung, dies galt auch besonders für seine auf dem Hof helfenden ältesten Söhne. „Ferdinand arbeitete im Laufen“ war hier und da zu hören.

Nachdem  Liesbeth 1993 verstorben ist, lebte Ferdinand noch bis 1995 in Langenheide. Dort arbeitete er wie es sich für einen Landwirt gehört weiter im Garten. Wöddeln, Kartoffeln, Spargel und allerlei anderes waren weiter seine Aufgaben. Dann wurde der Hof verkauft und Ferdinand bezog eine Wohnung im Altenheim in Lübtheen. Nun, erstmals so ganz ohne "Verpflichtungen" auf dem Hof, machte er so manche Reise, von Kaffeefahrt bis Auslandsreise.  

1999 lernte er dann Frieda Timm  kennen. Frieda war gleichen Alters und wie Ferdinand körperlich und geistig fitt. Dieser Umstand, im hohen Alter noch einen Menschen zu finden mit dem Zeit verbracht, erzählt, gelacht und gestritten werden kann, darf als glücklicher Umstand zu werten sein. Frieda  gab Ferdinand so manchen Anstoß sich doch zu bewegen.

Auf Grund seiner Agilität und Lebensfreude wurde Ferdinand im hohen Alter auch schon mal nett als der “Johannes Hesters” von Lübtheen betitelt. Mit 90 hatte Ferdinand noch seine eigenen Wohnung im Heim, nahm am kulturellem u. politischem Geschehen interessiert teil, ging zu Sportveranstaltungen u.a. zu den Ringkämpfen in Lübtheen und wurde vom Lübtheener Ringerverein (d. Dirk Susemihl) im Jahr 2004 zum Ehrenmitglied ernannt. 
Acht gemeinsame Jahre, dann im Februar 2007 verstarb Frieda, einen Tag später kam Ferdinand ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus sagte er:„Ich hatte mich schon von allen verabschiedet.... ich hatte abgeschlossen.... ..ich hatte das Gefühl Frieda wollte mich nachholen, ja. ..“  „... ja, ein Unglück kommt selten allein......“ ein Lächeln ...“...ich bin noch am Leben, ja, ich lebe noch....“
Dann kommt Ferdinand zurück in seine Wohnung nach Lübtheen, vier Wochen nach Frieda verstirbt er dort.... 4 Wochen, das ist auch rd. der Altersunterschied von Frieda und Ferdinand.....
Die letzten Tage der über 92 Jahre waren nicht leicht, dennoch war es Ferdinand vergönnt, diese Tage in seinem hellen freundlichen Zimmer verbringen zu können.

Ein Zimmer in dem die Sonne hineinstrahlte, in dem Möbel standen, die ihn sein ganzes Leben schon umgaben und er war von ihm vertrauten Menschen, sowohl den Schwestern als auch der Familie, rund um die Uhr umgeben. 

 

Der "Schamör" mit Zwinkern und Handkuss blieb Ferdinand auch in den letzten Tagen,

sowie er sich auch manch andere alt bekannte Eigenart nicht nehmen ließ.

 

(M. Ohlrogge,  Enkel zu Ferdinand Ohlrogge)

 

 

~ Sippe HASSE ~
.... unsere Hasse Ahnen lebten bis 1947 in Pommern, die nachvollziehbaren Wurzeln gehen dort bis um das Jahr 1803 zurück.

 

"Wenn in stiller Stunde Träume mich umwehn  - bringen frohe Kunde Geister ungesehn,
reden von dem Lande meiner Heimat mir - hellem Meeresstrande, düsterm Waldrevier..."

Pommernlied, Text: 1850 Gustav Adolf Pompe, Mel. 1818 "Freiheit, die ich meine" Karl Groos (1789-1861)  

 

Die pommersche Ahnenenreihe von Alfred Wilhelm Hubert Hasse
Ferdinand WALDOW * 1830 +1876 Vorwerk Eichhof,  Pommern
Henriette TIMMRECK * 1835 +1890 Alt Schäferei,  Kr.Rummelsburg , Pommern
Friederike STEINGRÄBER * 1815 Alt Schäferei, + 1890 Alt Schäferei 
Christoph RADSECK * 1803 + 1894 Alt Schäferei  
Hermann Carl RADSECK * 1851 Alt Schäferei + 1931 Pommern
Wilhelmine Albertine Louise WALDOW  * 1855 Rosenhof,  Rummelsburg; +1937
Martha Adeline RADSECK * 1899 Bisorse, Pommern + 1981 Jesow / Neuhaus 
Hermann Berthold HASSE *1897 Rohr, Pommern; + 1958 Jesow / Neuhaus 
Alfred Wilhelm Hubert HASSE  *1926 Pöppelhof,  Pommern; +1996 Schwerin

Bild: Hermann B. HASSE 1916 Feldpostkarte Altona

Für die Hasse Linie gibt es kaum verlässliche Daten.

Der Name HASSE kann u.a. altsächsisch als "hasso" > "Volks/Stammesname der Hessen" gedeutet werden.  Zudem wurden Zugewanderten auch Namen entsprechend ihrer Herkunft gegeben, wie z.B. Hasse für den aus Hessen kommenden. Demnach gut möglich, dass sich die Hassesvorfahren in alten Zeiten einst mals aus Hessen kommend im Osten angesiedelt haben. 

Nach dem Kriege 1945 wurden Teile Pommerns unter polnische Verwaltung gestellt und die deutsche Bevölkerung vertrieben.

Unter den rund 1,8 Millionen Pommern die Ihre Heimat verlassen mussten, waren auch unsere Hasses.

Schmerzlich aber am Leben, wo doch jeder vierte Pommer Krieg und Vertreibung nicht überlebt hat.

So fanden unsere Hasses ihre neue Heimat in Jesow (Mecklenburg), in der späteren DDR.

Bild: Heinz, Alfred, Herbert Hasse um 1935

 

~ Alfred Wilhelm Hubert HASSE ~
.... geboren am Sonntag d. 3. Oktober 1926 in Pöppelhof / Pommern  +gestorben  1996 in Jesow / Schwerin in Mecklenburg. 

 

Geboren und aufgewachsen ist Alfred in Pommern (Kreis Rummelsburg , Pöppelhof, Rohr, Darsekow) bei seinen Eltern Hermann Berthold Hasse (*1897 Rohr Pommern +1958 Neuhaus Mecklenburg)  und Martha Adeline Friederike Radseck (*1899 Bisorse, 10. v. 11.Kindern, + Jesow / Neuhaus)

 Pöppelhof war ein kleiner pommerscher Gutsort, im Jahre 2007 stand dort nur noch der Stall.

Zur Schule ging es in Brotzen, ca. 2,5 km v. Pöppelhof entfernt, gemeinsam mit etwa 30 Schüler bei Lehrer Müller.

Der Schulweg wurde zu Fuß zurückgelegt, das Reiten auf Pferden ging nicht, diese wurden für die Arbeit auf den Höfen gebraucht. Die Hasse Jungs gingen oft mit dem Hund zu Ihren Großeltern in das etwa 7 km entfernte Örtchen Eisenhammer. 
Um 1930 zog die Familie von Pöppelhof nach Darsekow. Vater Hermann erwarb dort einen eigenen Hof um Landwirtschaft zu betreiben. (um 1929 ging der Besitz des ehem. Rittergutes Darsekow an die Siedlungsgesellschaft und wurde in Rentensiedlungen aufgeteilt)

Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurden um 1930 gebaut. Zum Gehöft gehörten Scheune, Schuppen, Backofen, 500 m² Garten, Obstbäume, Ackerland, Grünfläche, Wald und Gewässer. Landwirtschaftliche Geräte wie Dreschkasten, Dieselmoter, Pflug, Eggen, Pferdewagen und Rübenschneider, Tiere wie Rinder, Schweine, Ziegen und Geflügel. 
Darsekow war um 1930 ein kleines Dorf mit etwa 198 Einwohnern und einer Windmühle.

Ein Teich soll sich im Dorf und einer am Hof der Hasses befunden haben. In Darsekow besuchte Alfred bis 1941 die Volksschule.

 

Kriegsjahre

1942 wurde Alfred zum Kriegsdienst einberufen (Marke 1952-Pz.Gr.Sch.Lehr.Rgt., Truppenteil Kampfgruppe Kaiser). 

Im April 1945 geriet Alfred in Nürnberg in westalliierte Gefangenschaft. Von September 1946 bis 1947 war er in Kriegsgefangenenlager im Militär Hospital Metz / Frankreich ( Kriegsgefangener Nummer 1626  776 Lager 211 ). Er lag verletzt für ¼ Jahr  im Bett. 1947 befand er sich im Gefangenenlazarett Weißennau (Ravensburg, Baden-Würtenberg).
In Folge des II. Weltkrieges verlor sich die Familie kurzzeitig aus den Augen und musste erst wieder zueinander finden.

Vater Hermann geriet in sowjetische Gefangenschaft. Als etwa 48 jähriger Mann kam er um 1946 aus der Gefangenschaft  zuerst nach Brunsbüttel in Holstein zum Schwager H. Radseck. 1946 ging Hermann nach Jesow in die sowjetische Besatzungszone. Erst Monate später ( nach März 1947 ) folgten Mutter Martha und Schwestern aus Pommern. Alfred war noch in Kriegsgefangenschaft, Bruder Heinz in Frankreich gefallen und Bruder Herbert galt als vermisst. 
Alfred schickte erste Post aus der Gefangenschaft auf den Weg, ohne eine richtige Adresse, sie kam aber an und so wurden die ersten Kontakte mit der Verwandtschaft und Familie wieder hergestellt. So erfuhr Alfred auch von seinem Vater Hermann in Jesow.

ür die Post stand meist nur ein halbes DIN A4 Blatt zur Verfügung, es durfte nur auf den Zeilen geschrieben werden: So stand auf den Vorlagen für die Post:
“Ne`ecire que sur les lignes et lisiblement / Deutlich und nur auf die Zeilen schreiben ! Leserlich schreiben nur auf die Linien schreiben in latein. Buchstaben“
In seinen Briefen aus der Gefangenschaft sorgte sich Alfred um Mutter Martha, die noch nicht in "Deutschland" angekommen war, sondern alleine mit den zwei kleinen Töchtern  in der alten Heimat in Pommern lebte. 
Dez.1946: „ ....das Weihnachtsfest rückt immer näher und die Gedanken wandern immer stärker in die Heimat zu Euch lieben. Man kann sich ein Weihnachten zu Hause nicht mehr richtig vorstellen. Hoffentlich ist Mutter mit den Schwestern bis Weihnachten dort...

 

 

Haus, Hof & Heimat verloren
Hasses hatten mit dem Kriegsende ihre Heimat und die landwirtschaftliche Existenzgrundlage der Familie verloren.

Alfred schrieb aus der Gefangenschaft in Metz im November 1946 an Vater Hermann:

" ... lieber Vater, wir können froh sein und Gott danken, dass das Schicksal uns erhalten hatt. Es ist ja schlimm, dass wir unsere alte Heimat verloren haben, aber da müssen wir uns eben in der neuen auch wohl fühlen....“
Vater Hermann erhielt dann in Jesow eine Neubauernstelle, der Aufbau begann von vorn in dem kleinem Dorf. Später wurde Hermann dann vom Bauern zum Genossenschaftsmitglied der LPG.
Alfred, noch in Gefangenschaft, hat die viele Arbeit seines nun schon 49zig jährigen Vaters in der neuen Heimat in Jesow vor Augen:
Dez.1946: „ ... Na hoffentlich kann ich bald nach Hause und Euch helfen. Für Dich alleine ist das Zuviel Arbeit.....  Jan.1947: „ Liebe Vater, ... Laut Zeitung werden wir ja dieses Jahr nach Hause kommen. ..“ Jan.1947:  “... Ich kann es nicht verstehen, daß Mutter noch immer dort ist, während andere Volksgenossen doch sofort das Gebiet räumen mußten....“ Jan.1947: „...Das Mutter noch da oben ist und sich dort vielleicht für fremde Menschen quälen muß ist ja gerade nicht angenehm. ..."

 

 

Entlassung aus dem Kriegsgefangenlazarett
Im Juli 1947 wird Alfred entlassen und geht nach Schleswig Holstein zu Onkel H. Radseck.

Alfred ist keinesfalls gesund, laufen, stehen und heben kann er nicht, er zählt zu den Kriegsversehrten.

Nun ist der 20 jährige Alfred nach 5 Jahren erstmals wieder in der Nähe seiner Familie, nur noch etwa 130 km Luftlinie trennen ihn in Brunsbüttel von seinen Eltern in Jesow. Doch Deutschland war nun bestzt, BRUNSBÜTTEL in Schleswig Holstein befand sich in der westlichen Besatzungszone, seine Eltern in JESOW  in der sowjetischen.  
Alfred schreibt: „... Ich wäre ja so gerne bei Euch, aber die ganzen Verhältnisse erlauben es nicht. Es kommen nämlich genug junge Leute von Euch und dann hat man gleich genug. Ich war ....  Gefangener, möchte jetzt erst recht keiner mehr sein....“
Dennoch besuchte Alfred bald seine Eltern in Jesow, er hatte nicht vor dort zu bleiben. Doch er lernte die Nachbarstochter Wanda Fenske kennen.

Wanda gehörte zur Vertriebenenfamilie Fenske,  die ebenfalls Neubauern in Jesow waren.

Alfred holte dann nur noch seine Sachen aus der Westalliierten Zone Deutschlands und blieb in Jesow.


1949 heiraten Wanda und Alfred. 
Für die neue kleine Familie war kaum Wohnraum in Jesow vorhanden. Auf dem Hof von Hermann und Marta Hasse wurde der Holzaufbau eines ehem. Hochsilos aufgestellt und dieser Schuppen diente vorerst als Wohnung. Dann bekamen sie Zimmer im Dachboden des ehemaligen Gutsinspektorhauses, dem „weißen Haus“. Der restliche Teil des Hauses wurde für öffentliche Veranstaltungen genutzt, in der Mitte war ein Saal für Kino und Tanzveranstaltungen sowie ein LPG Büro. 
Erst in den 1960er Jahren kauften sie das Haus und zogen vom Dachboden in die unteren Geschosse.

Den öffentlichen Charakter, als ein Anlaufpunkt im Ort hat das Haus dadurch jedoch nicht verloren. Hier gingen viele Bewohner des Dorfes ein und aus, nicht nur wegen des im Haus befindlichen sogenannten öffentlichen Telefones, nein auch so kam dieser und jene mit seinen Problemen zu Wanda oder wollte von Alfred mit dem Trabbi mal hier und mal dahin gefahren werden.
Arbeit fand Alfred u.a. in Anstellung bei DVA Schwerin, als Pflanzenwart in der MTS Rodenwalde und in der LPG Rodenwalde „Goldene Ähre“ als Anbauberater. Seine Kriegsverletzungen ließen ihn dann etwa ab 1984 zum Invalidenrentner werden.
 

1989 - Kaum zu glauben....
Es war in der ersten Hälfte des Jahres 1989, als die DDR noch fest zu stehen schien und an den Fall der innerdeutschen Grenze kaum jemand gedacht, geschweige denn geglaubt hätte. In Jesow war „Westbesuch“ (aus der BRD).

So im Gespräch über die aktuellen DDR Verhältnisse sagte Alfred:  „ .. Silvester feiern wir auf der Reeperbahn in Hamburg...“  Witzig klang es, was Opa Alfred da sagte aber mehr Gedanken wurden sich darüber nicht gemacht. .... und dann, das Jahr war noch nicht zu Neige, da hatten Grenzzaun- und Mauer mächtige Löcher. Auf der Reeperbahn wurde dennoch nicht gefeiert. Dafür freute sich Alfred Anfang der 1990ger Jahren über die Teilnahme an einer Festveranstaltung mit dem damaligen Bundeskanzler Kohl  zum „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober, zu dem alle am 3. Oktober (bestimmter Jahrgänge) Geborene eingeladen wurden. 


1991 verstarb Wanda, zusammen mit ihr hatte Alfred 4 Kinder und 4 Enkel.
 

1995 - nach 52 Jahren in die Heimat
1943, als junger Mann von 17 Jahren verließ Alfred als Soldat sein Heimatdorf Darsekow in Pommern und konnte nicht dort hin zurückkehren.

1995 fuhren Tochter und Schwiegersohn dann mit Alfred nach Pommern.

Dort in Darsekow ( derzeit poln. Staatsgebeit) trafen Sie auch noch auf dort gebliebene Deutsche.

Die Menschen vor Ort ließen sogleich ihre Arbeit ruhen und es wurde erst einmal ein Schluck eingeschenkt und erzählt.

Das Elternhaus in Darsekow konnte Alfred nur von außen besichtigen, es war sehr heruntergekommen und Niemand anzutreffen. Insgesamt waren es nun sehr ärmliche Verhältnisse in dem die Menschen dort lebten.
Zum 69. Geburtstag am 3. Oktober war Alfred mit seinen Begleitern wieder daheim in Jesow angekommen. 
Keine drei Monate später, im Winter 1996, verstarb Alfred in seinem 70ten Lebensjahr.


Erinnerungen an Alfred sind verbunden mit einer Menge Schafe, mit Speedway und Sandbahnrennen, mit einen scheinbar strenger Mann mit doch lieben Lächeln im Gesicht, mit dem  „ge“ an vielen Satzenden und mit Aufstehen sobald die Nationalhymne erklang, sei es beim Besuch von Sportveranstaltung oder bei Fernsehübertragungen…

(M. Ohlrogge,  Enkel zu Alfred Hasse)

 

 

~ Sippe FENSKE ~

..... bis 1946 lebten unsere Fenske Ahnen im Osten Deutschlands ( u.a. Preußen ) sowie in deutschen Siedlungen anderer Länder im Osten (u.a. Wolhynien / Ukraine-Russland).

 

Die nachvollziehbaren Wurzeln der Vorfahren im Osten gehen bis um das Jahr 1855 zurück. 
Für manch einen unserer ostdeutscher Ahnen gab es im Leben mehrfach Auswanderung, Umsiedlung u. Vertreibung, so das sie nur einen Teil ihrer Lebenszeit fest in einem Land, wie beispielsweise Wolhynien, verbrachten.

Doch ist diese „wolhynische“ Zeit die am besten bezeugte, weil aus dieser „Heimat“ mündliche u. schriftliche Zeitzeugenberichte existieren.

 

Wolhynien, wo liegt dies?
Wolhynien liegt rund 1000 km östlich von Jesow i. südwestlichen Mecklenburg entfernt, die historische Landschaft lag im Nordwesten der heutigen Ukraine.

Die Winter dort waren länger u. härter als in Deutschland, das Gebiet war sehr waldreich u. sumpfig, es gab dort viele Wildschweine, Schlangen u. Wölfe. Wolhynien war ein umstrittenes u. unruhiges Gebiet, politische u. militärische Auseinandersetzungen zogen immer wieder Aus- u. Einwanderungen nach sich.  Allgemein gilt, dass bereits im 13. Jh. Deutsche Siedler nach Wolhynien auswanderten, 1762 regelt dann ein Gesetz der russischen Zarin Katharina II. die bevorzugte Einwanderung der Deutschen nach Wolhynien. 

Die Siedler kamen nicht in urbane Gebiete, sondern fanden Sumpf u. Urwald vor.

Allein in polnisch Wolhynien machten deutsche Kolonisten ca. 120 000 Hektar Wald u. Sumpf urbar. 

 

Die russische Politik änderte sich jedoch bis 1900 dramatisch u. die Deutschen verloren Freiheiten u. Privilegien, die ihnen einst zur Einwanderung gewährt wurden. 

Wolhynische Hefte 12,  S39.: „... Die Regierung hatte bereits mit Aufkommen des Panslavismus Ende des 19. Jh. starke Daumenschrauben an die deutsche Bevölkerung angesetzt. Der Landkauf war untersagt, die deutsche Sprache wurde in der Schule unterdrückt. ..... 1906 las ich im Blatt des Potschajewer Klosters "Alle Andersgläubigen, Juden u. Deutschem muss man außer Landes jagen oder aufhängen!"

Wohl hatten die Deutschen in ´Wolhynien große Kulturarbeit geleistet, Handel u. Wandel gehoben, sich auch im Heer als treue Soldaten bewährt, aber was hilft das alles, wenn erst einmal der Hass unter den Völkern entfacht ist.(Chronik Pfarrer E.Althausen)..“

 

Stationen unserer Wolhynien Ahnen der vergangenen 150 Jahre 
- 1855, vor 1855 in Peterkau (Preußen) geboren Fridrich Bansen u. Johanna Müller
- 1871 Petrikau, , Emilie Bansen geboren, Gegend um Lodz, Polen.

Nach den Polenaufständen (polnischer Aufstand 1863 ) sind viele deutschstämmige Siedler aus Polen nach Wolhynien ausgewandert.
- 1876-1881 Romanow / Romanowka (Ukraine ) Fridrich Bansen u. Johanna Müller, Kinder wurden dort geboren, 

* 1914 / 1915 Fenske und Oelke / Verbannung aus Wolhynien nach Sibierien, Olga Oelkes Schwestern Lydia u. Pauline starben in Verbannung.
- 1918, Emilie Bansen, vor 1918 hat sie ein Jahr nicht in Wolhynien gelebt, möglicher Weise in Thorn (Torun)  nahe von Peterkau, Westpreußen u. auch Nahe von Bromberg / Bydgoszcz 
- 1918, Rudolf Fenske u. Mutter leben nach Rückkehr aus der russischen Verbannung kurzzeitig in Berlin / Rathenow 
- 1939, Michalowka, Wolhynien, Emilie Bansen, Familie Olga u. Rudolf Fenske 
- 1940 Umsiedlung aus Wolhynien, Lager Plauen, Familie Olga u. Rudolf Fenske 
- 1940, Sommer, Ansiedlung Familie Olga u. Rudolf Fenske in Mizelno (Michelnow-Godetz, Regierungsbezirk Hohensalza, Kreis Leslau ) im Reichsgau Wartheland 
- 1945, Flucht aus Wartheland, Gefangenschaft in Wartheland, Olga Fenske u. Kinder
- 1945, Ausreise aus Wartheland nach Deutschland, Olga Fenske u. Kinder
- 1947 Jesow  in Mecklenburg sowjetische Besatzungzone / DDR, Neuansiedlung Rudolf Fenske mit Olga Oelke u. Kinder
- 1947, Umsiedlung nach Siegen in Nordreinwestfalen, Westalliierte Besatzungszone / BRD,  Wilhelmnine Schröder, verw. Oelke verh. Hoffmann

 

 

 

 

~ Rudolf u. Olga Fenske geb. Oelke ~

 

~ Rudolf Fenske * 1905 Wolhynien +1987 Mecklenburg
Gedanken an Rudolf sind verbunden mit:
- Wehrmutwein den nicht jeder gerne trank, welcher aber einem jedem angeboten wurde
- leckere großen Äpfel von selbstveredelten Bäumen
- vielen Gänse die Rudolf noch in den 1980 am Dorfteich in Jesow hütete
- einen liebenswerten sehr gläubigen Menschen
„... Er verurteilte niemanden, sondern oft sich selbst, um nicht verurteilt zu werden. u. dieses ist sein Wunsch u. Ziel für sich u. alle Menschen....“ (Sohn E.F. 1975)

 

~ Olga Fenske geb. Oelke  * 1910 Wolhynien + 1985 Mecklenburg
Gedanken an Olga sind verbunden mit:
- einer lächelnden, lieben kleinen Frau mit zusammengestecktem /gebundenen Haar u. Kopftuch
- Schnapskirschen,  Zimtkuchen u. selbstgebackenen Keksen, die hinter einem Vorhang im Regal der großen Küche standen
- eine Frau die sich riesig über Besuch freute, immer so als kämen die Gäste aus weiter weiter Ferne...

 

Olga & Rudolf, geboren in Wolhynien

Olga wie auch Rudolf wurden fern dem heutigen Deutschland in Wolhynien geboren.
Jalowitz Kr. Kostopol, im Ujesd Rowno, Wolost Deraschno, der Geburtsort von Olga Oelke,  ist lt. russ. Ortsverzeichnis von 1888 eine deutsche Kolonie mit 201 Einwohnern. Der Eintrag "Kolonie" deutet auf deutsche Einwohner. Im Ortsverzeichnis von 1906 ist der Ort mit "Jelowitza" eingetragen, mit 36 Höfen, 5 Außenstellen (wie Vorwerke) u. 88 Einwohner.
Auch Anielowka (Rowno)  der Geburtsort v. Rudolf Fenske war lt. der "Karte deutscher Sprachinseln v. 1927"  eine ursprünglich von Deutschen gegründete aber 1927 bereits verlasse Kolonie. Rudolf wuchs bei seinen Eltern Albert u. Emilie Fenske  geb. Bansen auf, Olga bei Ihren Eltern Emil u.  Wilhelmine Oelke u. später dann dem Stiefvater Ludwig Hoffmann.

 

1914 - es wird rauer für die deutschen Siedler - die erste Vertreibung
1914 beginnt der erste Weltkrieg, Wolhynien gehört noch zu Russland so dient Olgas Vater Emil Oelke in der zaristischen Armee u. fällt.

Mutter Wilhelmine war nun Witwe u. mit drei Kindern allein. Olga war das älteste u. einzige das überleben sollte, die Schwestern Lydia u. Pauline starben in sibirischer Verbannung.

Ungeachtet dessen das die deutschen Männer & Väter im Krieg für Russland fielen, erreichte die Stimmung gegen die Deutschen einen Höhepunkt. 1915 begann mit d. Liquidationsgesetz des Zaren die Vertreibung der Deutschen  in östliche Gebiete nach KASACHSTAN u. SIBIRIEN.

Rund 200 000 Wolhynien-Deutsche mussten nach Sibirien, etwa die Hälfte überlebte. 
„...Es gab Momente, dass selbst ihre Quäler, die knechtischen Seelen des Zarismus, sich wegwandten u. Tränen vergossen über das Elend, das sie zuwege bringen mussten. Ich bin fest überzeugt, dass die berühmtesten Dichter das nicht wiedergeben könnten, was auf diesem Marterwege geschah....“

(Quelle:„Wochenblatt“ =Jeshenedelnik, Organ d. Allrus. Verbands d. Russ. Deutschen um 1917)
Ob unsere Familie Oelke noch bis 1914 „freiwillig“ ostwärts zogen oder dies p. Zwangsumsiedlung 1915 erfolgte ist nicht bekannt.

Nach dem Tod von Vater Emiel wurde Ludwig Hoffmann ihr Stiefvater. 

Mit 9 Jahren musste Olga mit ihrem Stiefvater  gemeinsam ihre Arbeit tun, da Mutter Willhelmine erkrankte. Sie konnte das Bett fast drei Jahre lang nicht verlassen. Mit 9 Jahren musste Olga nun den Haushalt führen.

Olga bekam neue Geschwister, die Zwillinge Mathilde u. Natalie, von denen Natalie nach einigen Tagen verstarb.

Die Familie Fenske, Eltern u. Geschwister von Rudolf Fenske, wurde 1915 nach Sibirien verbannt, dort lebten sie bis zur Revolution 1918. In dieser Zeit um 1915 soll das „Wolhynierlied“  entstanden sein. Das Lied macht die damalige Situation der deutschen Vertriebenen deutlich.

 

Rückkehr aus Sibirien & Neuanfang in der alten wolhynischen Heimat
Ein Teil der überlebenden Wolhynier kehrte ab 1917 (nach Ausbruch der Februarrevolution) wieder zurück, die Häuser waren jedoch zerstört oder durch Fremde bewohnt, Räuberbanden, Raub u. Gewalt herrschten. 

„.... Wenn damals die deutschen Truppen nicht da gewesen wären, so wären die deutschen entweder verhungert oder von den Ruthenen (Kleinrussen), die sich in ihren Wohnungen festgesetzt hatten, mit Knüppeln totgeschlagen worden. Die bayerischen Truppen griffen energisch ein u. haben unsere Landsleute gerettet. (Pfarrer Ernst Althausen, Wolhyn. Hefte 12)
Nach 4 Jahren um 1918/1919 kehrten auch Olgas Eltern (Wilhelmine u. Ludwig) wieder aus Sibirien nach Wolhynien zurück.

Angekommen fanden sie durch den Krieg alles verwüstet vor. Sie bekamen bei den Ukrainern eine Notunterkunft in einem Gutshaus, wenn diese auch erbärmlich war, so waren sie dennoch dankbar dafür. So fing alles wieder von vorne an.

Ihr Bemühen war, schnell zu einer Kuh zu kommen. Der erste Kuh die sie gekauft haben, war von dem noch Fremden Adolf Fenske, Bruder von Rudolf Fenske. Danach bot ihnen ein Ukrainer 2 Kuhkälber zum Aufziehen an.

Die Familie wurde größer, Olga bekam 4 weitere Geschwister.Als älteste war es Olgas Bestreben für die Familie ein wenig mitzuverdienen.

Mit 13 Jahren hat sie bei einer Gräfin in Ruditz eine Arbeit aufgenommen.Ob die Familie Fenske, direkt aus der Verbannung nach Deutschland ging ist nicht sicher, Familienvater Albert Fenske starb jedoch 1921 an Typhus in Russland. Rudolf kehrte daraufhin mit seiner Mutter Emilie u. den Geschwistern nach Deutschland zurück. Dort lebten sie nur für eine kurze Zeit bei Berlin Rathenow. Da auch hier eine große Not herrschte gingen sie zurück nach Wolhynien.

In Wolhynien fanden sie alles in größter Verwüstung wieder. Durch den Krieg war alles zerstört worden. Der Winter stand vor der Tür u. es war keine Unterkunft. So blieb nichts anderes übrig, als einen Erdbunker /Höhle zu bauen in dem ein kleines Fenster war. „Dieses Fenster benutzte eines Tages ein Wolf, um sich einen Einblick zu verschaffen.“ (Sohn E.F. 1975)
Im Frühjahr schlugen Rudolf u. seine Geschwister dann Bauholz, um gemeinsam ein Haus zu bauen. 


Da schwirt mir noch die Geschichte durch den Kopf die (Oma) Wanda Fenske als Kind erzählte.
Oft gingen sie zu Fuß zu Ihrer Oma, in einen Nachbarort. Zumindest mußten sie als Kinder dabei durch den Wald gehen. Es war schon dunkeln und sie hörten Geräusche die von Tieren asammten, sie hatten das Gefühl sie würden von Wölfen verfolgt werden und hatten große Angst. Am Ende bemerkten Sie jedoch, dass es "nur" Wildschweine waren....(Enkel Michael)

 

Ein neuer Herr über Wolhynien
1917 entflammte der Grenzkrieg zwischen Polen u. Sowjetrussland, 1921 fiel der Westteil Wolhyniens in dem die Fam. Fenske u.  Oelke leben an Polen.

m nachhinein änderte sich einiges in „polnisch Wolhynien“ so wurde u.a. an den Schulen nur noch in polnischer Sprache unterrichtet u. die Amtssprache war polnisch.
„ …Die polnische Politik ist es, die dafür sorgt, dass sie nicht nur auf dem Papier verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorwärtsgetrieben u. ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung der Welt…. Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden …. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier u. in der Wirklichkeit. „  Manchester Guardian v. 14. Dez. 1931
Rudolf musste alsbald Soldat bei der polnischen Armee werden.

 

Verlobung - Hochzeit
Der erste Verlobte von Olga verstarb an einer Blutvergiftung, die er sich durch einen Wettstreit unter jungen Männern zu zog.

Heinrich wurde nun einen Tag nach der geplanten Hochzeit beerdigt.
5. Februar 1929 Rudolf Fenske & Olga heiraten 
Im Februar 1929 heiraten Olga u. Rudolf in Klewan, Kr. Kostopol, sie wurden selbstständig u. bauten ein eigenes Haus. 

Die Zeit war arm, beide hatten ihre Väter in Folge des 1. Weltkrieges verloren u. mussten in der Kindheit auf vieles verzichten. Der Verzicht wurde mit der Heirat nicht geringer, um sich etwas aufzubauen machten sie sich mit wenigen Mitteln in der Landwirtschaft selbstständig.Um das Gehöft legte Rudolf einen großen Obstgarten an, der wurde eingezäunt u. mit einer Fichtenhecke versähen, alles wuchs prachtvoll. Nicht nur die Bäume sondern auch die Familie wurde größer. Innerhalb von 10 Jahren wurden 7 Kinder geboren. So wurde das Haus zu klein und Rudolf baute ein größeres. Als alles fertig war brach der II. Weltkrieg aus.

 

1939 - Umsiedlung & Neuanfang
Fenske waren deutsche die im polnischen Teil Wolhyniens lebten, nun befanden sich Polen u. Deutschland im Krieg. Schon vor Kriegsausbruch war die Lage für die deutschen Siedler nicht ungefährlich. Aus Angst schlief die Familie von Rudolf nicht im Haus sondern in einer Scheune nahe eines Waldes,  um bei Gefahr in den Wald flüchten zu können. Die Jungen Männer haben zudem Wache im Ort gehalten.
„Alles wurde in Angst versetzt, Groß u. Klein, Vater hatte schon 14 Tage lang keine Nacht mehr geschlafen. Er hielt jede Nacht Wache, um die Familie vor der größten Gefahr zu bewahren.“ (Sohn E.F. 1975)

An einem Montagmorgen sollte Rudolf zur polnischen Armee eingezogen werden, doch die sowjetischen Truppen zogen schon am Sonntag zuvor in Wolhynien ein, die Freude war groß, wurde mit dem Einzug der Sowjets Hoffnung auf Besserung verbunden.
Der Westteil Wolhyniens, die Heimat der Fenskes, fiel 1939 an die Sowjetunion,  Grundlage war der Sowjetisch – Deutsche Vertrag.  Die Folge waren Umsiedlungsaktion,  für viele Wolhynien-Deutsche kam die Umsiedlung  überraschend, als sie davon erfuhren, waren die sowjetischen Streitkräfte bereits präsent. Fenskes kamen im Januar 1940 im Lager Plauen in Deutschland an. 
Alles was in 11 Jahren mit Liebe u. Fleiß erarbeitet worden war, war zurückgelassen.

„Was das bedeutet kann nur der verstehen, der es selbst durchkostet hat. Als wir vom Hof herunterfuhren sagte Vater zu Mutter: Sieh dich nicht um, dein Herz wird so noch mehr belastet. Aber Mutter konnte es doch nicht überwinden, tat es doch u. weinte bitterlich. Aber Vater machte keins von beiden, weder sich umzuschauen noch zu weinen..“ (Sohn E.F. 1975)
Im Sommer 1940  siedelten Fenskes in Michelnow (Micielno-Godetz) im Reichsgau Wartheland neu. 

Familie Fenske fand dort mit den Kindern eine neue Heimat. Auch hier war nichts ohne viel Mühe u. Arbeit, wieder wurde gebaut, gepflanzt, gezäunt u. Berge in die Täler versetzt. u. wieder war alles prachtvoll anzusehn. Die Landwirtschaft dort war sehr groß u. es wurde viel gebaut. 
Am Rande: Die als Wartheland bezeichnete Region war vor 1939 polnisches Staatsgebiet. Vor 1918 gehörte das Gebiet als preußische Provinz Posen zum Deutschen Reich. Der Reichsgau Wartheland bestand im Verband des Deutschen Reiches von 1939 bis 1945.

 

1943 Kriegsdienst - Verwundung
1943, im Dezember wird Vater Rudolf,  38jährig,  zur Armee einberufen – nun zur deutschen Wehrmacht.

Rudolfs Erkennungsmarke lautete: -375-2/Vet- Ers- i- Aisb- Abt- 9 -2. Kompanie Veterinär Ersatz- u. Ausbildungsabteilung 9. Nach kurzer Ausbildung, kommt er an die Front.  2. Kompanie Veterinär Ersatz u. Ausbildungsabteilung 9, Standort: Friedberg. Laut Meldung vom Juli 1944, war Rudolf bei der 11. Kompanie Sicherungs- Regiment 34 – die Einheit war der Sicherungsdivision 391 unterstellt, Einsatzraum: 1944 Ostpreußen. Laut Meldung v. 7.1944, war Rudolf beim Sicherungs- Regiment 64. 
Am 28.Juli 1944, erlitt Rudolf eine Granatsplitterverletzung an Schulter, Hals u. Auge. 
Rudolf wurde etwa 200 km östlich von Rastenburg, der so genannten Wolfschance verwundet, dem Ort an dem 8. Tage zuvor (20.7.)  das Attentat auf den damaligen Reichskanzler des deutschen Reiches (Adolf Hitler) verübt wurde. Mündliche Überlieferungen sagen jedoch, Rudolf sei bei einer Wachtruppe bei Rasterburg gewesen. Rudolf verfolgte im späterem Leben mit besondere Aufmerksamkeit die Nachrichten um den Tag des Attentates. Es ist jedoch nicht klar, in wie weit Rudolf damit persönlich erlebtes verband oder nur ein Ereignis bei dem er sich zeitlich u. räumlich in der Nähe des Ereignisses befand.
Am 4.August 1944 kam Rudolf über die Krankensammelstelle Tilsit in das Reservelazarett Wernigerode.  Später (1985) soll Rudolf noch Splitter aus der Stirn gepult haben.
Am  27.Oktober 1944 wurde Rudolf kriegsverwendungsfähig aus dem Lazarett entlassen u. kam zum Landschützen Ersatz- u. Ausbildungsbattalion nach Frankfurt am Main. Rudolf soll durch Verwundung kurz auf Heimaturlaub gekommen sein. Bei der Abreise sagte Rudolf seiner Familie, dass wahrscheinlich die Flucht auf sie zukommen wird u. sollte Gott der Herr sie am Leben erhalten, so wollen sie sich bei Tante Natalie (Neuhaus-Elbe) zusammenfinden. Nach Kriegsende kam Rudolf als erster in Neuhaus an.

 

Flucht nach Westen  u. Umkehr
Olga musste indessen daheim im Warthegau ihren Mann stehen, damit alles in rechter weise verlief. Im Winter, an einem Januar Morgen 1945 begann die Flucht aus dem Warthegau. 

Mutter Olga begab sich mit zwei Kutschern, Pferdewagen u. ihren 5 Kindern auf die Flucht mit dem Treck.

Die älteste Tochter war Wanda (15 Jahre) die jüngste 6 Jahre.
 „Dass wir alle zusammenblieben, haben wir dem Herrn u. unserer lieben Mutter zu verdanken“ (Sohn M.F. 1979) 
Drei Tage war die Familie ununterbrochen gefahren, dann am 21. 1. 1945 an einem Sonntagmorgen begann die Gefangenschaft, die Familie wurde von der vorrückenden Sowjetarmee eingeholt u. musste zurück in ihren letzten Wohnort im Warthegau. Bei der Flucht „zurück“ in das Warthegau war es kalt, es hat gefroren, sie hatten alles verloren, nur die Kleidung am Leib war geblieben. Zurück in Mizelno lebte u. arbeitete die Familie dort auf dem ehemaligen Hof für rund 10 Monate unter polnischer Herrschaft.

1945 – Ausreise aus Polen – Neuanfang in Jesow Mecklenburg
Von Vater Rudolf hatte die Familie über ein Jahr lang nichts gehört, da konnte Olga mit Ihren Kindern im Dezember 1945 aus Polen ausreisen.

Erwirkt hatte dies eine Tante aus der westalliierten Besatzungszone. So wurde wieder einmal  alles verlassen u. Fenskes kamen in Deutschland in das Lager Schkeuditz. Über die Tante in Neuhaus erfuhren sie von Vater Rudolf, dieser hatte sich zu der Zeit bereits zum dritten Male nach Polen aufgemacht um seine Familie zu holen. Rudolf war nach amerikanischer Gefangenschaft schon über ein Jahr in Mecklenburg. 
Mit 5 Kindern kamen sie bei Tante Natalie in Neuhaus kurz unter, dann ging es über Stapel in die alte Schule in Melkof u.  dann in das ehemalige Gutsdorf Jesow. Hier in die sowjetische Besatzungszone rund 2000 km entfernt von ihrer alten Heimat Wolhynien sollten sie ihre neue Heimat finden..  
Die Familie Fenske hat abermals von Neuem begonnen. 
Im April 1947 erhielt Rudolf eine Siedlung in Jesow. Diese „Neubauernstelle“ gehörten ehemals als Teil des Vorwerkes Jesow zum Gut des Grafen von Kanitz in Melkof. Mittels „Bodenreform“ wurde das Land unter anderem an die Vetriebenen aus den Osten übergeben.  In der Urkunde,  ist zu lesen: 
“Der Grundbesitz soll sich in unserer Deutschen Heimat auf feste, gesunde u. produktive Bauernwirtschaften stützen, die Privateigentum ihres Besitzers sind“. 
Dies war vielversprechend, einige Jahre später, um 1960, hatte sich dies völlig geändert, sollte doch die Landwirtschaft in großen staatlichen Produktionsgenossenschaften erfolgen u. keinesfalls mehr in „gesunden, privaten Bauernwirtschaften“. Fenskes haben wieder gepflügt, gesät, gepflanzt, gebaut u. gezäunt, sie begannen mit den 10 Fingern u. den Sachen, die sie trugen. Alles wurde komplett mit viel Kraft u. Energie aufgebaut, aus dem Stallgebäude wurde so zum Teil Wohngebäude für die Familie.  Olgas Hauptaufgabe war es, die Familie in rechter Weise mit Essen zu versorgen, durch Geflügelzucht gelang es ihr nach kurzer Zeit Fleisch auf dem Tisch zu haben. 

Im Hause Fenske  wurden als bald auch wieder Gottesdienste gehalten. Bis auf einen Sohn bleiben alle Kinder in der Nähe ihrer Eltern. 
Olga Fenskes Mutter Wilhelmine Hoffmann ging nach 1945 nach Siegen, ihr zweiter Mann Ludwig Hoffmann verstarb noch in Mizelno (Polen), er soll dort der Nachkriegsgewalt der Polen zum Opfer gefallen sein.

 

Leben in Jesow
Rudolf war rund 40 Jahre selbstständiger Landwirt u. arbeitete fünf Jahre als in der staatlichen LPG. Er soll einer der letzte Einzelbauern des damaligen Kreises Hagenow gewesen sein. Der Eintritt in die LPG erfolgte unter Zwang, Mutter Olga weinte als die Tiere vom Hof fort geschafft u. in die LPG eingebracht werden mussten. Rudolf soll sich mit dem Gedanken an die Flucht aus der DDR in die BRD getragen haben. Später in den 1980gern soll Rudolf dann aber gesagt haben „ so gut wie in den letzten Jahren ging es uns nie...“

 

Die letzten Tage von Olga-ihr Reichtum: Kinder, Enkel u. Urenkel.
Im Sommer 1985 erleidet Olga einen Schlaganfall,  mit Blick auf die Blumen die sie von Krankenbesuchern erhielt sagte sie:  „Die sind schon für meine Beerdigung...“ Im Juli 1985 verstarb Olga, ihr Reichtum waren ihre Kinder, Enkel u. Urenkel.


Die letzten Tage von Rudolf
Im November 1985, einige Monate nach Olgas Tod zog eine Enkelin mit Familie zu Rudolf in das Haus. Im Winter  1987, 1 ½  Jahre nach dem Tod von Olga stirbt Rudolf zu Hause in Jesow.
 
Die Nachfahren 
Bis zum Jahr 2009 war die Zahl der Nachfahren auf mindestens 34 Urenkel u. 7 Altenkel angewachsen.

Auf dem Fenskehof in Jesow  findet alljährlich im Sommer ein Sippentreff statt. Viele Nachkommen finden sich zum gemeinsamen Feiern u. Beisammensein ein. Beinahe immer gibt es dabei neue Gesichter zu sehen die durch Partnerschaft oder Geburt zur Sippe hinzukommen, genauso aber bleiben auch alt bekannte Gesichter für immer fern......  

Bilder Sippentreff 2006:  fotos.web.de/fenske-sippe/2006-Sippentreff
Bilder Sippentreff 2007 fotos.web.de/fenske-sippe/2007-Sippentreff
Wolhynien Geschichte Sippentreff 2007 fotos.web.de/fenske-sippe/2007-Sippent-Wolhynien
Bilder Sippentreff 2008: fotos.web.de/fenske-sippe/2008-Sippentreff
Bilder Sippentreff 2009: fotos.web.de/fenske-sippe/2009-Sippentreff

 

 

Wanda Fenske

~ Wanda FENSKE (verh. Hasse) * 1929  +1991 ~


Gedanken an Wanda sind verbunden mit:
- schmackhafter kräftiger Hühnerbrühe mit selbstgemachten Nudeln, Pirogen mit Hühnerhack 
- kräftiger  Sauerampfersuppe u. vor allem auch übergroßen Kohlrouladen mit Reis u. Hack gefüllt.
- dem Bild einer lieben, starken Frau die sich steht’s für andere Menschen mühte, Menschen gingen ein u. aus u. ließen ihre Probleme bei Ihr.
- einer Frau die einen jedem half wo es nur ging u. dies zu jeder Zeit, gleich ob dem des Nachts verunfallten Jugendlichen oder den jungen sowjetischen Besatzungssoldaten der zu DDR Zeit im  Suchtrupp geflohene Kameraden aufgreifen mussten u. ansonsten selbst harte Strafen befürchten musste. 
- dem Ausdruck großer Gastfreundschaft, zu jeder Stunde u. für jedermann gab es in reichlicher Menge Essen u. Trinken auf den Tisch, 
- mit dem Bild einer stark gläubigen Frau die einen authentischen, nicht missionierenden scheinheiligen Glauben, in sich trug.

Kindheit
1929 wurde Wanda als erstes Kind der deutschen Siedler Rudolf u. Olga Fenske in Michalowka ( West-Wolhynien ) geboren. 

Die Familie hatte dort Haus u. Hof u. betrieb Landwirtschaft. Infolge des Polnisch-Sowjetischen Krieges fiel dieser Westteil Wolhyniens 1921 an Polen u. die Siedler wurden so zu polnischen Staatsbürgern. So besuchte Wanda in Michalowka zwei Jahre eine polnische Schule. Deutschwurde aus dem öffentlichen Leben verbannt.
„ … Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden …. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier u. in der Wirklichkeit... „  (Manchester Guardian v. 14.12.1931)
1939 kam dieser Teil Wolhyniens an die Sowjetunion (Deutsch-Sowjetischer Vertrag)  so dass die Familie Haus u. Hof verlassen mussten u. in Mizelno (Michelnow)  Kreis Leslau im Warthegau neu ansiedelte. Für Mutter Olga u. Vater Rudolf nicht das erste mal, dass sie ihre Heimat verlassen u. alles aufgeben mussten, erlebten sie doch schon 1914 als Kinder die Verbannung der deutschen Siedler aus Wolhynien nach Sibirien.
In Michelnow ging es mit Landwirtschaft weiter u. Wanda besuchte eine deutsche Volksschule.  1943 im Dezember wurde Vater  Rudolf 38 jährig vom Wehrmeldeamt Leslau  zur  deutschen Wehrmacht einberufen.

 

 

1945 Die Flucht 
> Zum Zeitraum bis zur Ansiedlung in Mecklenburg 1945 unbedingt bei den Eltern Olga u. Rudolf Fenske nachlesen >


Im Januars 1945, es war kalt u. es lag Schnee, da begann für Wanda mit Mutter u. 4 Geschwistern die Flucht aus dem Warthegau, sie mussten vor der vorrückenden roten Sowjetarmee fliehen. Mit Pferd u. Wagen im Flüchtlingstreck hatte Wanda als älteste Tochter (15. jährig) dabei viel Verantwortung für Ihre Geschwister zu tragen, Vater Rudolf war Soldat u. nicht bei der Familie. 
Drei Tage war die Familie ununterbrochen gefahren. Durch die vorbeirollenden sowjetischen Panzertruppen wurde dabei der Pferdewagen mit den Kindern gerammt u. kippte komplett um in den kalten Schnee. Mutter Olga befürchtete das schlimmste, doch glücklicherweise kam keines der Kinder dabei zu Tode.
Von den Sowjets eingeholt geriet die Familie in Gefangenschaft u. wurde zurück geschickt auf  Ihren alten Hof in Michelnow, dort mussten sie nun bis Ende des Jahres 1945 unter den Polen arbeiten. Bis auf die Kleidung am Leib hatten sie alles verloren selbst eine Tasche mit Dokumenten wurde Wanda an der Oder noch von Polen gestohlen.

1945  Ausreise aus Polen – Neuanfang in Jesow Mecklenburg
Vom Vater Rudolf hatte die Familie über ein Jahr lang nichts gehört, da konnte Wanda mit Mutter Olga Geschwistern im Dezember  1945 durch Hilfe einer Tante in der westlichen Besatzungszone aus Polen ausreisen.  Über das Lager Schkeuditz kamen sie nach Deutschland. Als bald trafen sie mit Vater Rudolf zusammen, der aus amerikanischer Gefangenschaft zurück schon über ein Jahr in Mecklenburg auf seine Familie wartete. „Die Freude war groß, u. wir konnten es kaum fassen, dass auch Vater gesund aus dem Krieg heimkehrte“ (Sohn M.F.)
Über Neuhaus / Elbe ging es in das ehemalige Gutsdorf Jesow  (Mecklenburg) in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands.
Rund 2000 km entfernt von ihrer alten Heimat in Wolhynien, begann die Familie Fenske wieder von Neuem. Sie mussten ihre Neubauerstelle aufbauen, wieder wurde gepflügt, gesät, gepflanzt, gebaut u. gezäunt. „In Jesow bekamen wir eine Siedlung, wo wir selbst mit den 10 Fingern u. den Sachen, die wir trugen, beginnen mussten..“. (Sohn E. F.1980)
Dann um 1960 wieder ein Rückschlag, die Landwirtschaft sollte nu nicht mehr in Eigenverantwortlichkeit sondern in großen staatlichen Produktionsgenossenschaften erfolgen.
Bis auf einen Bruder blieben alle Geschwister in der Nähe ihrer Eltern. Durch Heirat der Kinder & Enkeln waren um das Jahr 1996 waren von rund 37 Gehöften in Jesow etwa 9 eigenständig lebende Familie miteinander verwandt u. verschwägert. Ein Bruder flüchtete noch 1961 aus der DDR in die BRD. Seine u. einige andere Familien in Jessenitz b. Lübtheen planten die Flucht, schafften Hab u. Gut nach u. nach in Richtung Berlin. Das vom Staat von den Bauern geforderte Soll wurde noch erfüllt u. nicht mehr benötigte Dinge im verwandten u. bekannten Kreis aufgeteilt. Alles vor den Augen der Staatsorgane so unauffällig u. geheim wie nur möglich.

Wanda u. Alfred
> hierzu auch bei Alfred Hasse nachlesen >
In Jesow  lernte Wanda dann den Nachbarssohn Alfred Hasse kennen welcher gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde.

Als Alfred u. Wanda im Februar 1949 heirateten war für die neue eigene Familie kaum Wohnraum in Jesow vorhanden so das sie vorläufig in einem Schuppen auf dem Hof der Hasse Eltern lebten. Der Schuppen war der Holzaufbau eines alten Silos. Später erhielten sie Wohnraum im Dachboden des ehem. Gurtsinspektor Hauses, das „Weiße Haus“ genannt. Erst in den 1960er Jahren kauften sie das Haus u. zogen vom Dachboden in die unteren Geschosse.

Das Haus war immer Anlaufpunkt im Ort, hier gingen viele Bewohner des Dorfes ein u. aus, nicht nur wegen des im Haus befindlichen sogenannten öffentlichen Telefons, nein dieser u. jener kam mit seinen Problemen zu Wanda u. suchte Rat. Bis 1949 arbeitete Wanda auf der Neubauernstelle der Eltern, später dann in der staatlichen Landwirtschaft (LPG Melkof).

Wie viele Dinge wurde in Jesow auch der Wein noch hausgemacht u. die Kinder probierte gerne mal heimlich am Schlauch von Mutters angesetzten Schlehenwein...

Flucht, Vertreibung, harte Arbeit u. die wortwörtliche Aufopferung für andere Menschen hinterließen ihre Spuren.

Lange Krankheiten, immer wieder Aufstehen bis es nicht mehr ging.....
Im Jahr 1991 verstarb Wanda, zusammen mit Alfred hatte sie derzeit 4 Kinder u. 4 Enkel u. viele viele Menschen denen sie wie eine Mutter war

 

 

Gertrud Garve geb.Henke

 

~ Gertrud Garve - 88 Jahre Garlitzer Lebensgeschichte - Garlitz im Oktober 2007  ~                    

 

Wo die grünen Wiesen leuchten weit und breit
... Wo der Bauer schafft den lieben langen Tag ~ wo der Jäger in den dunklen Wäldern jagt.Wo der Fischer fischt mit seiner starken Hand ~ da ist meine Heimat, Mecklenburger Land ...

 

... geboren als Gertrud Ilse Hertha Betty Henke an einem Freitag im Juli 1919 in Garlitz, von vielen in späteren Jahren

 liebevoll nur Oma oder Tante Trude genannt.

Gestorben an einem Samstag im Oktober 2007.

 

Gertrud wurde geboren als fünftes von 6 Kindern des Büdners Hermann Karl Paul August HENKE und der Marie Elise Dorothea Johanna, geb. BUHK.

Ihre Vorfahren, die Henke´s, haben mindestens seit 1801 als Büdner in Garlitz ihr Zuhause.

Die Buhks sind seit mindestens 1790 in Garlitz beheimatet. So wird Trudes Altvater Caspar Heinrich Buhk um 1820 als Büdner und Tischler zu Garlitz genannt. Die Keibel´s werden mit Hans Jürgen KEIBEL nach 1750 als Büdner in Garlitz benannt und 1823 mit Johann Peter Heinrich KEIBEL als Schneidermeister und Büdner zu Garlitz. 

Vater Hermann Henke war nachweislich Büdner der Büdnerei  10 (später Drift 5), aus dem Jahr 1931 gibt es dazu einen Lageplan der Büdnerei:  "Zeichnung zum Wohnhaus=Verbessungsbau  für Herrn Hermann Henke Büdnerei No 10 in Garlitz" darin sind die Gebäude beider benachbarten Büdnereien sowie der Grundriss der Büdnerei 10 enthalten (Wohnstuben, Stall, Tenne ).

 Im kleinem Dorfe Garlitz im Staate Mecklenburg – Schwerin geboren, direkt an der Landesgrenze zum Hannoverschen, verbrachte  Trude nahezu ihr ganzes Leben, von 1919 bis 2003 in Garlitz.

Den deutschen Kaiser Wilhelm II. hat Gertrud mit Ihrer Geburt knapp verpasst, war dieser schon ein halbes Jahr zuvor vom Throne gestiegen.

Es war bereits die Zeit der sog. Weimarer Republik angebrochen und hernach durfte Trude noch manch einen Kanzler, Staatsraatsvorsitzenden und auch Bundeskanzler erleben und überleben. Genauso erlebte sie die damit verbunden Wechsel von Staatsformen und Währungen einschließlich Geldentwertungen. Bei allen Veränderungen, eines blieb für Trude jedoch immer gleich, die schwere Arbeit in der Landwirtschaft, ob als freie Bäuerin oder in der staatlichen Genossenschaft.
Witz, Strenge, Ordnung, Arbeit und Fürsorge alles zutreffende Beschreibungen für Oma Trude.

Eine kräftige Frau von Statue, eine die zupacken konnte und eine starke Frau von ihrer Persönlichkeit her.

Ohne eigene lebende Nachfahren war ihr altes Büdnerhaus (halb mit Stroh und halb mit Wellasbest gedeckt) in der Drift doch immer reich gefüllt mit Leben, viele viele kamen zu Trude.

Sie liebte die Geselligkeit wie die Arbeit gleichermaßen und vorallem die Anwesenheit von Kindern.

Vom Tisch und aus dem Haus kam niemand ohne ein Tass´ Kaffe und je nach Jahreszeit mindestens einem Stück Apfel-, Pflaumen- oder Butterkuchen (Plattenkauken) alle samt aus Hefeteig, gegessen zu haben.

Nicht zu vergessen auch die große braune Schokoladenkremtorte, die oft zur Kaffeezeit auf dem alten Holztisch in der Stube stand.

 

Einige Stationen aus dem Leben

In den Jahren 1926 bis 1934 besuchte Trude die Schule in Garlitz und war nach eigener Erzählung eine gute Schülerin und hatte einen guten Lehrer, Herrn Rathmann. Von 1935 bis 1937 ging es in „Stellung“ auf dem Bauernhof der Familie Bagunk in Neu Garge an der Elbe. Ab 1937 arbeitete Trude auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Hof in Garlitz. 
Nach dem frühen Unfalltod von Vater Hermann (lt. Erzählung vom Pferd beim Schmied Schulz in Garlitz an die Wand gedrückt)

im Jahre 1939 wurde ihre Kraft umso mehr gefordert.

 1942 heiratete Gertrud in Lübtheen den Obergefreiten und Landarbeiter Hermann Franz GARVE aus Haar an der Elbe. 

1943 wurde Ihnen ein Sohn in Garlitz geboren. Dieses Glück werte nicht lang, ihr Sohn verstarb noch 1943. Hermann war dann im Krieg und einige Jahre drauf wurde die Ehe geschieden. 

Trude blieb nach 1945 auf dem elterlichen Hof in der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR (Deutschen Demokratischen Republik).

1952 übernahm Gertrud dann den elterlichen Hof, Mutter Marie ging ins Altenteil und starb im Jahre 1957.

So wirtschaftete Trude bis 1960 als selbstständige Landwirtin auf Ihren Hof. Im Jahr 1960 ging es dann auch für sie in die kollektive Landwirtschaft in die LPG, dort arbeitete sie bis zu Ihrer Altersrente 1979 in der KAP Abteilung Feldbau. 

Auf "die Roten“ war Trude im Bezug auf den Umgang mit den Bauern in der DDR nicht gut zu sprechen. Dennoch standen auch in den 1970er Jahren noch Pferd (Lotti) und Kühe im alten Büdnerhaus.


Die Nachfahren ihrer einzigen direkten Nachbarn in der Drift (Keibels) lebten in der westlichen Besatzungszone.

So wurden deren Haus und Grundstück etwa ab Mitte der 1960er Jahre von der LPG für die genossenschaftliche Landwirtschaft genutzt u.a.als Pferde- und Schweinestall. In einem Teil des Hauses wurden Mieter einquartiert. So sah Trude viele verschiedene Nachbarn zur Miete im Nachbarhause kommen und gehen.
Nach dem Tod von Schwester Helga halfen sich Gertrud und Schwager Fritz Girndt gegenseitig im Haushalt und Garten aus.

Trude fuhr dazu in DDR - Zeiten immer wieder mit Zug und Bus nach Boizenburg. Später zog Fritz dann nach Garlitz ins Haus von Trude und wohnte dort bis zu seinem Tode.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD (1990) kam es in den 1990er Jahren in der Drift wohl zu den größten Veränderungen der letzten 50 Jahre.

Sowohl in Bezug auf die Menschen als auch auf das Aussehen der Drift. So kamen die Erben des Nachbarhofes aus Hamburg nach Garlitz.

Die landwirtschaftliche Nutzung des großen Schweinestalles inklusive des dazugehörigen großen Mistberges wurden nach und nach eingestellt.
Trude, mittlerweile über siebzigjährig, verkaufte einige Flächen Ihres alten Büdnerhofes, so entstanden zwei neue Grundstücke und Häuser in der Drift.

Die beiden alten, baufälligen Scheunen der Büdnereien, sowie der große Schweinestall wurden in dieser Zeit abgerissen. Und auch der alte, löchrige, schwarze Weg wurde 1998 mit Schwarzdecke befestigt.
Geschlachtet wurde bei Oma Trude noch bis in die 1990ger Jahre hinein und erst in diesen Jahren verließ Trude ein wenig ihre generelle Ablehnung gegen gekaufte Fleisch und Wurstwaren. Die selbstgemachte Wurst im Glas und Darm musste jeder probieren, denn die „…schmeckt doch viel besser als die gekaufte…“ und Recht hatte sie damit.
Dann, an einem Sonntagmorgen, im November 2003, stürzte Oma Trude vor ihrem Haus.

Dies war die letzten zwei Jahre schon oft geschehen, ging letztlich aber immer noch glimpflich ab. Dieses Mal wird aber alles anders. Trude kommt ins Krankenhaus nach Hagenow. Mit ihren eigenen Worten, die wie oft sehr direkt waren, sagte sie nach der Ankunft im Krankenhaus „….nimm ´nen Knüppel un schlag mi dod…..“ Dies war wohl die ihr eigene Art auszudrücken, dass sie nun mit dem Sturz und der offensichtlichen Verletzung ihren Lebensmut verloren hatte.

Die Operation verlief gut und körperlich war alles dem Alter entsprechend recht gut in Ordnung. Aber ihr ganzes Befinden verschlechterte sich rapide und auch die Demenz nahm schlagartig mit den Tag nach dem Sturz zu. Die folgenden Jahre kommt Trude trotz vieler Bemühungen nicht mehr zum Gehen auf die Beine. Zum gemeinsamen Kaffeetrinken mit Ferdinand Ohlrogge und Frieda auf der Heimterrasse in Lübtheen schob Heidi sie die ersten Jahre noch im Rollstuhl. Und 2004 kommt Trude noch ein einziges mal für einen Nachmittag auf ihrem alten Hof in Garlitz zu Besuch.

Schabernack und Gesang kamen aber auch in dieser Zeit immer wieder bei Trude durch und waren die Lichtblicke in diesen Jahren des Liegens.

Noch am 4. Oktober 2007 strahlt Oma Trude und singt Lieder als klein Jacob Klaus vorbeischaut, wenn gleich sie ihn „Fritze Möller“ nennt und Jacob dafür eine Erklärung verlangt…..
An Besuch hat es Oma Trude auch in der Zeit im Heim nicht gefehlt, ob von alten oder neuen Nachbarn, von Verwandtschaft, Freunden, Bekannten oder alten Kollegen. 
Im Oktober 2007 verschlechtert sich Trudes Zustand enorm und Heidi verbringt viele Stunden bei Trude.
Fast 4 Jahre nach ihrem Sturz im November 2003 macht Oma Trude an einem kühlen, aber sehr sonnigen Herbsttag die Augen für immer zu.


Oma Trudes Spruch „Hast de Kinder oder keine, am Ende bist Du doch alleine“ traf auf sie nicht zu. 


Aus Trudes Munde - Wenn Gott will und de Wind blift still- - Für Morgen lass Gott sorgen- Zufriedenheit macht reich- Anschätt leiw Gott, Fiek`n sitt in de anner Hock- Das beste am Leben ist die Arbeit-

 

~ Ahnenspitzen und Herkunftsorte (Ohlrogge 2016) ~

 BANSEN,1855  Peterkau, Preußen
 BARGE,1707  Strothe-Himbergen,Nieders.
 BEHNKE,1815  Garlitz,Mecklenb.
 BERGMANN,1700  Boitze,Nieders.
 BEUSCH,1670  Boitze,Nieders.
 BRANDT,1800  Probst-Jesar,Mecklenb.
 BRÜMMER,1700  Vogelsang Bleckede, Nieders.
 CLASEN,1800  Breese, Nieders.
 DAUCK,1550  Lübbendorf,Mecklenb.
 DETZE,1620  Lüben-Pommoissel,Nieders.
 DIERSSEN,1700  Groß Thondorf-Himbergen,Nieders.
 EILMANN,1750  Rohstorf-Vastorf, Nieders.
 FABEL,1719  Groß Thondorf-Himbergen,Nieders.
 FENSKE,1862  Platow, Preußen
 GEHRKE,1803  Garlitz,Gudow,Mecklenb.
 GERSTENKORN,1656 Ellringen Dahlenburg, Nieders.
 GRESSMANN,1682  Volzrade,Brömsenberg,Mecklenb.
 GRIESE,1600  Lübtheen,Mecklenb.
 HAGEN,1530  Lübtheen,Mecklenb.
 HARM,1750  Lübtheen,Mecklenb.
 HASE,1410  Lübtheen,Mecklenb.
 HASSE,1877  Rohr, Darsekow,Pommern
 HENNINGS,1716  Seedorf - Boitze,Nieders.
 HINTZ,1750  Trebs,Mecklenb.
 JAUERT,1627  Leussow,Mecklenb.
 JOHANNES,1810  Sammatz-Neu Darchau, Nieders.
 JÖRSS,1790  Garlitz,Mecklenb.
 KOOPMANN,1620  Mücklingen Nahrend.,Nieders.
 KRUSE,1650  Lübtheen,Mecklenb.
 KUMMER,1580  Lübtheen,Mecklenb.
 LÜTH,1785  Probst Jesar, Mecklenb.
 MEIER,1580  Lübtheen,Mecklenb.
 MEINEKE,1635  Lübtheen,Mecklenb.
 MÜLLER,1855  Peterkau,Preußen
 NAGEL,1585  Lübtheen,Mecklenb.
 NIEMANN,1783  Reeßeln-Neu Darchau, Nieders. 
 OELKE,1884  Skorodnica,Russland/Jalowitz, Wolhynien
 OHLROGGE,1690 Stiepelse,Bleckede,Nieders.
 PAETOW,1839  Goldenitz, Mecklb.
 PAGUHL,1705  Wennekath,Thomasburg,Nieders.
 PALLATZE,1410  Lübtheen,Mecklenb.
 PEGEL,1520  Lübtheen,Mecklenb.
 PENTZ,1563  Lübtheen,Jessenitz,Mecklenb.
 PIELK,1610  Jessenitz,Mecklenb.
 PULS,1570  Jessenitz,Mecklenb.
 RADSECK,1775  Alt Schäferei, Pommern
 REINECKE,1642  Nahrendorf, Nieders.
 RITZMANN,1610  Lübtheen,Mecklenb.
 ROLOFF,1656  Ahndorf-Boitze, Nieders.
 ROSE,1736  Niendorf,Altenmedingen,Seedorf-Boitze,Nieders.
 SAUKE,1650  Boitze, Nieders.
 SCHMIDT,1655  Nahrendorf, Nieders.
 SCHRÖDER,1890  Jalowitz, Wolhynien
 SCHULTE,1688  Lehmgrabe Dahlenb.,Nieders.
 SCHULTZE,1771  Dahlenb.,Nieders.
 SCHWART,1580  Lübtheen,Mecklenb.
 SCHWARZ,1798  Garlitz,Mecklenb.
 SCHWENCK,1593  Volzrade,Mecklenb.
 SIEMEKE,1530  Lübtheen,Mecklenb.
 SOETBIERS,1675  Sammatz-Neu Darchau,Nieders.
 SOMMER,1709  Radenbeck-Thomasburg,Niedes.
 STECKELBERG,1681 Altenmedingen,Riecklingen-Dahlenburg,Nieders.
 STEINGRÄBER,1815 Alt Schäferei, Pommern
 STÜTE,1704  Lehmgrabe Dahlenb.Nieders.
 SUHRKEN,1750  Barendorf Kr.Lüneburg, Nieders.
 SUTERS,1627  Leussow,Mecklenb.
 TECHANS,1655  Lübbendorf
 TEESSEN,1645  Leussow,Mecklenb.
 TIMMRECK,1835  Alt Schäferei, Pommern
 VICK,1430  Lübtheen,Mecklenb.
 WALDOW,1830  Vorwerk Eichhof, Pommern
 WEBER,1650  Jessenitz,Mecklenb.
 WEINREBE,1886  Goldenitz,Lübtheen,Mecklenb.
 WENK,1783  Reeßeln Neu Darchau, Nieders.
 WEWER,1500  Jessenitz,Mecklenb.
 WIENKE,1400  Lübtheen,Mecklenb.
 WILHUSEN,1727  Stiepelse,Nieders.
 WULF,1800  Breese, Nieders.

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