Freizeit & Kultur

~ Übersicht ~

 

* 4. Brakmaand 2016 ~ Frömd läsen ~ Thees Bott dat Woterküken

* 3. Saatmaand 2015 ~ Grenzwannerung 
* Ostermaand 2014
* Wihnacht ~ Olljohrsabend 2013
* Korl Puls dei Schriewersmann ut dei Jabler Heid (tau 650 Jahrfeier Lübtheen)
* Harfstmaand 2012 ~ Oornbier (Erntefest) Garlitz
* 23. Austmaand  2009 ~ Reuterwannerung ~ Dömitz - Kalliss
* 20. Harfstmaand  2009 Wrangeln - Haugen un Slagen in dei Göhrd´ (Göhrdeschlacht)
* Plattdüütsch Brägenspäl ~ Gedächtnisspiel vör lütten Kopp un gorten Doez ~
* 12. 2009 ~ Hest all hürt? ~ Lüdschnack ut Lübtheen
* Hermannsfahrt Saatmaand 2009 ~ Teuteburger Wald, Hermann, Wittekind ...
* 27.12.2008 ~ 3. Walddag´Tweidusendunacht ~
* Weihnachten 2008 ~ Lieder – Riemels und Waffeln ~ Grundschule Lübtheen
* Elbetal-Trailblazer - Pistensuchen mit dem Fahrrad im Elbetal
* Braakmaand 2008 - Tausendjährige Zeugen in Vergessenheit? Hügelgräber bei Brahlstorf 
* Maimaand 2008 GARLITZ - Untermieter - fliegende Kobolde erobern die Drift
* 2007-Garlitz - Hagelschlag Maimaand 2007 ~ Wenn´t Wäder mol maakt wat will .... so as in Lübtheen bi´t Johr 1985 rümme
* Billers - taum bekieken

 

 

Thees Bott dat Woterküken- Rudolf Kinau Thees Bott dat Woterküken- Rudolf Kinau

* Thees Bott dat Woterküüken .....

 

Ik läs mol wärre frömd, jo, as Mäkelnbörger hol lik  jüst ´n Bauk up Finkenwarder Platt in min Hannen,

un dat heb ik vun ein Fründ ut Holsteen krägen.

Wat is dat doch Multikultural…….

Man dat is´n Bauk  vun Rudolf Kinau (1887-1975) denn Brauder vun Gorch Fock (Johann Wilhelm Kinau).

In dissen Bauk, up Finkwarder Platt schräben, geiht ´t üm denn 14. jöhrigen Thees Bott ut Finkenwarder, hei kümmt tau Ostern ut de Schaul un will hei, so as sin Vadder, tau See fohrn, rut in de Welt, wenn ok blots as Seefischer.

Vör jedein, de weck sick an sin eigen Jungmannstied taurüg besinn kunn orre bärre noch, de nu sülben all Kinners in diss Jungmannstied hett, ein fines Bauk taun schmökern in´ne Abendsünn.

Mi dücht….., ach wat sall de Snackerie (Schriewerie), halt juch dat Bauk un läst man schön sülben in.

Dat Bauk stammt ut de Johr´n üm 1919 rümme, oewerst so as dat glieks in denn iersten Stremel schräben steiht, so hätt sik wull an männig ein Saak bett up hüt un dissen Dag nix nich an ännert.

 

"...1. Stremel.

„Dat Leben is jüst so up un dol las de See.“ -  Dat is´n  ool Wort.  Un wohr is dat ook. – Wi sünd all´Seelüd.  Jeeder Minsch hett sien eegen Fohrtüg, un jeeder mutt sülben an´t Ru ér  stohn, un mütt sick mit Störm un hooge Brekers uno ok mit Stillnis un blank Woter affinden, un mütt seehn, dat he  den Kopp boben hullt, un dat he vörwarts kummt. – Hindör möt wi´r all ´, - so  oder so. Wi sünd all´Seelüd. - ………"

 

(Rudolf Kinau / Erstauflage 1919 / hier 1951, Hamburg : Quickborn-Verl. Seite  7)

Haartmaand 2016-Grenzwanderung Schwanheide-Büchen Haartmaand 2016-Grenzwanderung Schwanheide-Büchen

* 3. Saatmaand / Oktober ~ Uns  lütt Grenzwannerung  ~

 

Dei lütt Stadt Büchen leggt in Hollsteen un dat lütt Schwanheid´in Mäkelnborg un mirrdenmang verlöp bät för fiefuntwintig (25) Johr dei binnendüütsche Grenz, mütt hogen Tun, Grenzsuldaten, Hunn´n, Minen un all wat dor noch tau gehürn deer. Düss Gägend harrn wi uns an ´n twintigsten (20.) Johresdag vun´t lütt Werrervereenen (Beitritt der DDR zur Bundesrepublik) utsöcht un uns up´e Padden maakt.


Vun Büchen in Westen (olle BRD) güng´t los, denn Elbe-Lübeck-Kanal / Stecknitzkanal henlang, oewer Büchen-Dorf un Bröthen, dörch Holl´n un Wischen, denn ollen Grenzstriepen henlang na Leisterförde (ehem. DDR Sied) wo an´ne K79 een lüttes Grenzmuseum upbuugt is.
Wi wöörn ´ne Haue üm twei Dutzend Lüüd rümme,  in Öller vun dörteihn bät dreeunveertig (13-43). Vörwennkinners (DD

Rlers un olt BRDlers), Wennkinners un niege BRDüütsche (na 1990 burne).
Weckerein seggen deit, dei Junglüüd hüttaudags sünd allens Computerworms un sitt blots inne Stuw vör´n warmen Aben, kann seihn, dat is nich so.
Düss Dag wöör tau´n Wannern allerbest, dei Sünn an Häwen oewerst nich tau warm, Natur un Geschichte tau beläwen oewers

t nich ut´n Bauk un Kiekschapp sonners an Urt un Stäär. Ob Jungmannskeerl, Frugenslüüd orre dei Middelöllerkeerls, jedwerein wüss bi´n wannern ´n lütt Strämel tau vertellen. Oewer Geschicht, tau Poggenstäuhl (Pilze) un Wülf (Wölfe), tau Beläwnisse mütt Böwerste un Politik ut verläden Tieden un hütigendags un annern Lüüdschnack.
Un so köm dat, as dei Taufall dat woll wull. 
Up uns Weg köm wi an dei Stäär an ollen Grenzstriepen vörbi,  wo in´t Johr nägenteihnhunnerstsössunsöbentig (1976) een „Speziaolkommando“ vun´ne DDR Staatssäkerheit (MfS) Michael Gartenschläger dodschaten hätt. Düss Stäär ward ok „Gartenschlägereck“  näumt. Gartenschläger harr dor versöcht, vun BRD Sied ut een „Sülwstschussanlag´“ an dei DDR Grenzanlaag aftaubuugen un dor hebben se em bi fat krägen. Gartenschläger wöör in dei DDR upwassen un dor nägenteihneenhunnerteenunsösstig (1961) wägen „staatsgefährdender Propaganda und Hetze sowie der Diversion“ anklaagt un in´t Zuchthaus inspunnt. Nägenteihnhunnerteenunsöbentig (1971), na teihn (10) Johr´n Haft, hätt dei BRD em frieköft un he köm in dei BRD. Oewer dat künn jedwerein vun uns ok in Bäukers un anner schriewen Schrift läsen.
(Miehr tau sien Geschicht: …
www.grenzerinnerungen.de/bilder/nach_der_wende/gartenschlaegereck unwww.dieterwunderlich.de/Michael_Gartenschlaeger.htm )


Nu köm oewerst dei Taufall in´t Späl. 
Wi staht dor nu an dei Gartenschlägergedenksäden (Krüüze, Steen un Tafeln), lästen un hürten nipp tau wat dei ein un annere vun uns dortau vertellen künn, dor kööm  miteins anner Lüüd hentau un mirdenmag een ölleren Mannskierl. Wi köm in´t snacken, dorbi stellte sik rute, düsse Kierl, dei hätt denn Michael Gartenschläger persönlich kennt. Hei hätt tauhopen mütt em in DDR Knast insetten. Dei gaude Mann müch woll so bummelig söbenzig (70) Johr olt west wäsen. He vertellte uns een Strämel ut sien Läwen.
Nägenteihnhunnertdreeunsösstig (1963) köm hei as „politischen“ Häftling in´t DDR Gefängnis, föfteihn (15) Maande dorvun in „Isolatschonshaft“. Hei rädt vun Folter, Schlapentog, Demütigung un Misshannelung. In´t Johr nägenteihneenhunnertsöbenunsösstig (1967)  hätt dei BRD ok em frieköft un hei köm so in dei BRD.
Düsse Mann heet M. Springer, miehr tau em un sin Geschicht ünner: www.welt.de/regionales/hamburg/article2691128/Ein-Stasi-Opfer-spricht-ueber-die-Leiden-der-Haft.html  un  www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=1211&start=360 

Wat sik deip in min Brägen inbrennen deer sünd düsse Wüür dei M.Springer (inhaltlich) sär:
„Wenn die Verhältnisse sich ändern und sie würden nun da sein wo ich bin, und ich dort wo sie nun sind, was meinen sie, wie sollte ich mich ihnen gegenüber dann verhalten.“
Dat harr hei in DDR Gefangenschapt tau een StASI Kierl seggt, dei em bi´t verhürn nich „heel so gaut“ behanneln deer. Wierer sär he: 
„Ein System lernt man erst dann kennen wenn man sich in dessen Gefangenschaft / Gefängnis befindet.“
Mi dücht dor is wat an. 
Dat sall sik man jedwerein Mannskierl un ok Fruugensminsch in jichtenseen politschen System achter dei Uhren schriewen.
Lieker wat för´n Staatssystem man jüst  bestahn  deit, dei, wecke sick dägern un sünnerlich giern för´t sülwige innsetten daun, Primusstaatsbörgers sotauseggen, denkt an, künnt ji ok bestahn wenn dei Wind sik dreiht? Bestahn vör  juch süwlst un anner Lüüd? 
Truu und Glowen an politische Richtung sünd vun sik sülben ut nich alleen utslaggäbend, upletzt tellt doch wat för een „Kierl“ orre ok wat för een „Fruu“ een is, un wat düsse ut maaken daun.

Obsternatsche Minschen in´t System sünd as dat Solt in mankkaakt Äten, tauväl dorvun un dat mankkaakt Äten  kannst wegschmieten.

(Saatmaand 2015 M.Ohlrogge / Mundart Südwestmecklenburg und meckl. Wörterbuch Richard Wossidlo / Teuchert)

 

 

 

* Ostermaand steit vör dei Dör (2014)

 

Dei Hartmaand is nu lang all wäst ~ Dei Hornung liggt jüst up sien Rest.
Achteran dei Lentmaand kümmt ~ Dat kann´k juch segg´n, ganz bestimmt.
Un süh dor, denn steit dei Ostermaand vör dei Dör ~ Jüst düssen nähm wi hüt uns vör.
Dei 21. Lentmaand is dei Dag ~ Wo Licht un Düsternis sik holl´n dei Wag.
Dat Licht, dat hätt denn wunn´n ~ Un dat Fröhjohr dreit nu siene Runn´.
Wiest eenmol dei Maand noch sien runn´ Snut ~ Dei Sünndag folgt un Ostern is.
Eiertrünneln, Stüpen, dörch Holt un Wischen lopen ~ Dei Kinners hebb´n ehrn Spijök, alltohopen.
De Öllern wieldess dat Füer bäuten ~ In komodig Runn´,
kloenen, singen  un sik an´t Osterwarre eis giern versäuken.


(Hornung 2013/2014, M.Ohlrogge )

 

* Tau Wihnacht 2013 ...

 

Hürst kein Vagel nich in Boom, Liggt Feld un Wisch ünner Snei – so as in Drom. 
Üm Hoff un Hus – rusig, kolt de Wind nu bruust, Lang de Nachten – de Dag` so kort 
As stünn de Sünn nich miehr an ehren Ort.
Denn is so wiet – wi sünd in de Twölftentiet.

Twölf Dag´ sünd´t üm de dat geit, Jedein för´n Maand, in´t niege Johr woll steit. 
Kein Rad süll sik dreih´n, kein Fruu, kein Mann mit Arbeit düsse Dag´ entweih´n. 
Jedein bedacht mit Gaben- nich blots Minschen, ne, ok Dierte süllt wat haben. 
Gräune Lichterkränz un helle Füerschien - seggt uns:

~ De Sünn hätt sik all dreit – tau Enn´n nu dat Olljohr geit. ~
Mit Sünnwend, ok dat Licht nu kümmt, uns Hoffnung, Taukunft, Läben brüngt. 

 

Wi wünscht juch komodige Wiehnachtstiet, een schön Olljohresabend,

een Barg vull Glück un Freud för´t niege Johr 2014.

(M.Ohlrogge)

 

 

*  Korl Puls dei Schriewersmann ut dei Jabler Heid ~ tau 650 Johrfier vun Lübtheen ~ Austmaand 2013

 

In Austmaand 2013 hätt Lübtheen sin 650-Johrfier. Dor wullt wi man nich uns ohlen Schriewersmann Korl Puls vergäten. 
As Karl Friedrich August (2) Puls wörr hei an 03.05.1898 in Jessenitz - Lank burn, nömmt hätt hei sik laterhenn ümmer Korl mütt O statt A. Starben is hei butenlands an 12.05.1962 in Berlin, liekers, sin Denkstein steit up Heimatierd in Lübtheen, so as hei dat sülben all in ein Riemel schräben hätt.

"Un sleiht ins min Stunnen - un mütt ick denn gahn: Mien Denkstein dei soll up dei Heimatird stahn!"

Upwussen is Korl in Lank up denn Buernhoff bi sien Öllern, dat wier ein von veer Städen, dei dat Buernlege

 

n in ´t 18. Jh. oewerstahn hebben. Tau Volksschaul güng hei in Lübtheen. Liert hätt hei ierst up Schaulliehrer oewers all mirrdenmang ümschwenkt up Landwird. Müss hei, denn sien groten Brauder Franz is 1917 in Frankrik fall´n, un so müss hei nu dei Hoffstäär tau Hus oewernäh. ´ne gaude Hand süll hei as Klutenpedder nich hebt hebben, em güng wull meist sien Schriewerie in Doez rümme.Wat Hermann Löns (*1866 b.Bromberg Westpreußen; † 1914 b. Loivre) för dei Lü

neborger Heid´, dat is Korl, wenn ok bäten wat lütter, för uns Jabler Heid´ in Südwestmäkelnborg.Beid´ Schriewerslüd häbben oewer dei Heid, dei Natur, dei Minschen un Dierte un´t Läben un Driewen schräben. Beid harrn se ´ne bannig grote Leiw för ehr Heimot in Harten, weck se up Popier schräben häbben. Beid sünd friwillig Suldat in 1. Welkrieg wäst, Löns is follen, Korl von 1916 bätt tau´n Enn´dorbi, käm wärre tau Haus. Beid häbben se ok för Käsblärre, Tiedings un lütt Hefte schräben, Korl u.a. in dei „Mecklenburgische Monatshefte“.
Wecker ein eis wat von Löns un ok von Korl Puls läst hätt, dei kann dor ok väl in finn, wat sik ähneln deit. Korl is bäten wat jünger wäst as Löns, kann angahn, hei hätt all Bäukers von Löns läst iehrer dat hei sülben schräben hätt, mag ok sin, dat dat nich so is, weck

er weit dat? Ein gaud Bispill is Löns sin hellsch bekannte Roman "Der Wehrwolf" ut´t Johr 1910 un Korl sin Novelle "Der Schulze von Stapel" (Verlag Meinert,1933). In beid Stücken geit´t ok üm denn Kamp för Frieheit, gägen frömde Besatzung, Hawerlumpen, Tatern un Verbräker. 

Oewerst gesamt beseihen gift dat doch eis ´ne Saak, dei stellt ein Ünnerscheed dor, jer, dat is dei Saak mütt dei Spraak. Korl hätt man nich blot oewer sin Heimot schräben, nö, hei hätt dat ok in sin Heimotspraak dahn. Hei hätt väl in Plattdütsch, dortau noch in regionaler Mundartschräben. So hätt hei dei Spraak hägt un plägt un för uns in dei hütige Tiet bröcht."Mien plattdütsch Sprak,  mien Best büst du, - so wohr un tru ... Dien Klang makt mi dat Hart gesund." (Korl Puls)
Korl hätt sik dägern för dei Pläg von´t heimatliche Gebrüke un Spraak insett, ü.a. wier hei Vörsitter in „Plattdütsch Verein tau Lübtheen“ dor gift dat ok dat Bauk: „Festbauk för den'n Verbandsdag von den plattdütschen Landsverband Meckelborg un för dat Heimatfest Pfingsten 1924“ . Hei hätt ok för denn groten mäkelnbörgschen Volkskundler Richard Wossidlo (*1859 † 1939) Daten Vertellers, Gebrüke ....) ut dei Jabel Heid´ sammelt un dei Chronik vun Jässnitz schräben. 
Vördräg där hei ok hollen, so as tau plattdüütsch Rädensorten in Lentmaand 1922 in`n Plattdütsch Verein tau Lübtheen. Ok in „Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde“ hätt hei af Johr 1928/29 müttmakt. 
Korl in´t Johr 1934 oewer Lübtheen un dei Heid:
„Am Rande der südwestmecklenburgischen Heide liegt Lübtheen. Entstanden bereit zur Wendenzeit ... wird es 1363 urkundlich zuerst erwähnt. Durch landesherrliche Gunst entwickelte es sich zu einem blühenden Dominialort, wurde im 18. Jahrhundert Hauptpoststation und 1822 Flecken mit Marktgerechtigkeit. Heute bietet Lübtheen mit annähernd 2500 Einwohnern, seinen gepflegten, lindengeschmückten Straßen und Plätzen, den schmucken Gärten und grünen Knicks der engeren, den meilenweiten, heideunterkrauteten, sagendurchrauschten Kiefernwaldungen der weiteren Umgebung ein Bild völkischer Rührigkeit und Kultur. Die Eigenart des anspruchslosen Heidevolkes mit seinen einzigartigen Typen, seiner plattdeutschen Sprache, seiner Liebe zur altererbten Scholle – manche Bauern sitzen seit 1400 auf der Stede – blieb bisher unberührt vom zersetzenden Einfluß der Großstadt.“ 
(Korl Puls, Quelle: Mecklenburgische Monatshefte, Schwerin,10.1934)

An Enn´noch ein bannig schön Heimotriemel vun Korl (Quelle: Mecklenburgische Monatshefte, Schwerin 1932)

 

~ Vaddersarw ~
Hier is dat Flag, hier bün ick born,
Un Buern sünd mien Öllern west;
Hier meihten vör sößhunnert Johrn
Mien Ururöllern all dat Korn
Un fierten Aust- un Döpelfest.

De Ird is mit ihrn Sweit begaten,
Un Mudder Sorg seit oft tau Gast;
In stelle Stunn´n vertellt dei Katen
Mi von ihr Denken, Dauhn un Laten,
Von Slawen un heil wenig Rast.

Ich müsst ´nen Stein in´n Bussen drägen
Un rädte frech mien Öllern Hohn,
Neuhm lichter Brot ick annerwägen,
Minnacht´dat Vaddersarw sien ´n Sägen
För Mammon un vergänglich Lohn.

Hier wahnt mien Glück, hier spör íck Fräden
Hier wark ick, as mien Öllern dahn,
Nah Vadderwies´un Muddersäden,
Un hürt dei Hergott up mien Bäden,
Ward ick hier ok mal slapen gahn.

(Sammelt un upschräben M.OhlroggeVetter tau Korl PULS as 4. Cousin 2 .Grades. 
Dei gemeinsamen Vöröllern sünd Jochim Ludwig LÜTH un Fruu Catharina Sophia Puls

 

 

 

 

2012 ~ Oornbier (Erntefest) Garlitz 2012 ~ Oornbier (Erntefest) Garlitz

* Harfstmaand 2012 ~ Oornbier (Erntefest) Garlitz

 

Is Oornbier in Garlitz, jär denn kümmt dei Trecker ut dei Schüün un ward hübsch upfidummt un blank maakt.
Bäten Gräun, Low, Kuurn un Mais antüdert, Disch, Bänk uplad, Koem un Beer nich vergäten un af geit dei Hopphei, dörch Langenhei, Brömsenbarg, Gaudow un Garlitz.Fruunslüü, Mannslüü, Kinners un säker ok poor Kägels, feun denn baben up denn Hänger mütt. Anner Kinner feun för väl Geld tau´n Spaßpark, düss Dörpkinners hier hebben ehr Hoeg un Freid wenn se up ´n Hänger eis pulternt oewer dei ohle, lange Koppsteenplasterstraat karjohlen. Dei Hängers sünd schmuck un babenup ward sung un fiert. Weck sing un gröl´n tau Rietfidel (Gitarre) un Schipperklaveer (Akkordeon), weck tau ohle Marschmusik ut CD-Afspälapperat. Up denn ohlen Moehlenbarg / Pestbarg, gift denn Kaffee un Kauken weck dei Dörpsfruuns backthebben.
Laterhenn, tau Abend, geit denn tau "Gaus updei Däl"(Erntetanz). Wenn glieks ok von Buern, ohlen Brüken un ohlen Naam so as, Oornbeer, Oornklatsch, Austköst, Roggenwulf... nich väl tau seihen un hürn is, so ward tauminnst dat Fest noch fiert. Jung un Olt kamen eis wärre an Oornkron (Erntekrone) un bi Plattenkauken (Hefe-Butter/Zuckerkuchen) tausam. 


Na denn, ... Szü szar har´ck man Lütten.... Prost. Un vergät mi dorbi man all dei Buern nich, denk jümmers an:
"All dei Disch dei bliewen leer - schafft dei Buershänn nich miehr"

 

M.Ohlrogge

 

 

08/2009 Reuterstein/-denkmal in Kalißer Heid´ 08/2009 Reuterstein/-denkmal in Kalißer Heid´

* 23. Austmaand  2009 ~ Reuterwannerung ~

 

 In Dutzend wannerten wi an Sünndag denn 23. Austmaand mit Kind, Kägel, Treckwagen un lütt Schluck von Däms hen taum„Reuterdenkmal“in dei Kalisser Heid. 
Bi schönsten Sünnenschien güngen wi dei Nägen (9) km von dei Festung dörch Däms, vörbi an Haben, henlang an Eld´kanal, dörch Ni-Kaliß bi dei Sagenstäd „Findenwirunshier“ vörbi, dörch Hollen un Feld taum Denkmaal. 
Jüst vör Einhunnertnägenunsöstig (169) Johr´n, an 25. Austmaand 1840 güng uns Bökerschriwer Fritz Reuter dissen Weg as hei ut dei Festungshaft frie kamen wier. 
Hei wier dunntaumal as „Demagog´“ inspunnt, wägen „burschenschaftlicher Umtriebe“. Dei Bäwelsten hebben dunntaumalen väl Lüd inspunnt dei männichmal blot von Friheit un Enigkeit in Düütschland rädt hebben. Dit wier jo all ümmer ´ne Gefohr för dei Lüd, wecke sik as Könige un Fürsten in düütschen Lann´ upspält hebben, bett up hüt un dissen Dag. 
Un Fritz keem denn up sien Weg in dei Friheit in dei Kalißer Heid an een Krüzweg, dor sall hei sik sülben nah denn Weg för sien taukamen Läben frogt hebben:  "Ja, äwer wecker Weg was de rechte?" Un so steiht dat nun ok all siet 1885 in Stein haugt, as Denkmaal an jüst dissen Krüzweg. As wi nu 169 Johre later dor an denn Krüzweg ankeemen, dor wier uns Weg klor. 
Wi setten uns up dei Bänk bi Fritzens Denkmaal un hebben uns in Schatten von dei Böm an mäkelbörgschen Plattenkauken von Oma Nati vernüchtert.

 ....

"Ik weit einen Eikboom, de steiht an de See;
de Noordstorm de bruust in sien Knäst;
stolt reckt hei sien mächtige Kroon in de Höh;
so is dat al dusend Johr west.
Kein Minschenhand de hett em plant;
hei reckt sik von Pommern bit Nedderland." 

(Fritz Reuter)

„ 

weitere Informationen Fritz Reuter: >> www.fritz-reuter-literaturmuseum.de

M.Ohlrogge

 

 

Göhrdeschlacht 20.9.2009 Göhrdeschlacht 20.9.2009

* 20. Harfstmaand  2009 ~ Wrangeln - Haugen un Slagen in dei Göhrd´ (Göhrdeschlacht)


 

An 20. Harfstmaand (9.) 2009 wier ´t werrer so wiet, dor hemm´ dei Suldaten von denn korsikanischen Schergen „Napoleon“ hellschl wat up dei Mütz krägen. För sei ehr Friheit möten sik dei preußischen, ingelännschen un rußschen Suldaten un Freicorps dägern haugen un slagen oewer am Enn´sünd dei Franzößschen utneiht. Nu wier dat nich heil iersnt, ne dor würr man blot dei „Göhrdeslacht“ von achteihnhunnertundörteihn (1813) spält. Liekers künnst glöben, dei Klockentied würr taurügg dreiht, so as dat utsach, all dei Suldaten in Mondierung, mit Pierd un Scheitgewehr, bi Kanonendunner, Qualm un Rok Ok ein Hümpel Mäkelborger ut dei Gries´Gegend hemm´ sik dat Spillwark bi ehr hannöwerschen Nawers beseihn, denn ok Mäkelborg bliew dunntaumal nich von dei „Franzosentied“ verschont.


Bild: Göhrdeschlacht 20.9.2009 weitere Bilder: 
fotos.web.de/elbetal-trailblazer/Goehrdeschlacht_2009

 

M.Ohlrogge

 

 

 

Brägenspääl Brägenspääl

* Plattdüütsch Brägenspäl ~ Gedächtnisspiel vör lütten Kopp un gorten Doez ~

 

 

Bildkartenpiel mit mit 12 oder 24 Paaren.

u jeweils einer Bildkarte gehört eine Karte mit Plattdeutschem Begriff und hochdeutscher Erläuterung.

Gut geeignet für Kinder ab dem zweitem Schuljahr, bzw. für alle die, die bereits lesen können.

 

Spiel und weitere Infos zu erhalten unter info (at) m-ohlrogge.de

 

M.Ohlrogge

 

 

 

 

 

 

Hermannsfohrt, 10/2009~Teuteburger Wald, Externsteine, Hermann, Wittekind, Wolfsburg Externsteine, Hermannsdenkmal, LWL-Museum, Wittekind, KdF-Käfer,Bandeltafel 10.2009 (M.Ohlrogge)
 

* Hermannsfohrt, Saatmaand 2009 ~ Teuteburger Wald, Externsteine,  Hermann, Wittekind ....

 

Sünndaggüng ´t af, 260 km von Mäkelborg in´t Lippische Land.

Von Beginn an mit mang "Een Hamborger Veermaster", mol ut dat Radioapperat un mol, nich schön oewerst lut, ut uns Kähl........


 In dei Neg´ von Herford harrn wi Quatier upslagen. Glieks abends güng´t up Schausters Rappen Barg dal dörch ´n Holl´n nah Bad-Salzuflen. So´n bäten wat Stadt bekieken, äten un drinken. Bielütten keem dei Düsternis un wi wullen gau werrer taurügg, een Schild wieste uns denn ok denn Wannerweg tau uns Quatier. Man blot mit denn Weg weer ´t bäten wat eigenorig. Von dei Latüchten an Weg weern blot een paar in dei Gäng un mit dei Düsternis würr´t jümmer leeger. So weern twüschen Hollen un Wischen blot Maand un Stierns uns Licht un nich tau vergäten ok dei Monitor von uns Navigatschonsapperat. Dei Weg Bargup wull kein Enn nich nähm, von´t Quatier wier man ok nichts tau seihn un dat elektrisch Navigatschonsapparat füng ok an tau tüddern. Wiern wi verbiestert un verkiehrt lopen?

Mit Leeder as "Hohe Tannen weisen die Sterne" hebben wi liekers dörch dei Düsternis funnen un sünd denn ok bi uns Slapstäd ankamen.

So´n bäten künn wi uns denn vörstellen, wo dunntaumal denn römschen Suldaten tau Maud wier, as sei dörch germanschen Holl´n herüm tröckt sünd un nie nich wüst hem´ wecker woll achter Busch un Boom up sei luern deit.
 

~ Hermannsdenkmal ~

Maandag güng ´t hentau Hermannsdenkmal, klor tau uns Detmolder un nich tau sien lütt Brauder in New Ulm USA. "Ob uns Hermann ok noch dor stahn ward wenn wi kamen, hei steiht jo all siet 1875 dor un ward jo ok nich jünger nich?" Mihr as een Milljion Minschen sallen Johr üm Johr tau Hermann kamen, blot as wi ankemen wier keen Minsch nich dor up dei 356 m hogen Grotenburg. Wo kann ´t angahn? Oewer schön, so harrn wi Hermann un dei Utsicht för uns alleen. Later, an Abend föll uns up, wi hadden uns Klockentied nich ümstellt un wiern dorüm tiedig vör dei annern Lüd an Denkmal. So stünn wi nu achter uns Cherusker, hei keek uns mit sien Noors an, wiel dat sien Blick tau Wacht nah südwest wend wier. Sien Swert höllt hei 56 m tau Höchten un Kraasch möt hei woll noch hebben, weigt alleen sien Swert bi 550 kg. Up ´t Swert sall stahn : 
"Deutsche Einigkeit, meine Stärke. Meine Stärke, Deutschlands Macht."
Wi künn´t oewer nich läsen von ünnen. Man blot, worüm steiht uns germanschen Cherusker Hermann dor? Hei sall uns taum "Denken mal" bewägen, denken an dei Slacht in Johr 9 wecke dei Geschicht hellsch verännert hätt. Tweidusend Johr sünd nu vergahn. Duntaumalen harr Hermann dei germanschen Stämm´ verbünnet un tauhopen dat Vördringen von dei römschen Schergen beendet. Dei römsche "Quintilius Varus" un väl Suldaten sünd bi´t Haugen un Wrangeln in germanschen Hollen un Sump ümkamen. Nömmt ward disse Slacht "Schlacht im Teuteburger Wald" obschons dei Perfessors hütt seggen, disse Slacht sall in dei Neg von Kalkkriese west sein. Oewer t ´is schietegal, uns Vöröllern un uns Land kemen dunntaumalen nich ünner dei römschen Fuchteln. Tügnis dorvon is ok uns düütsche Spraak, tjär, dei gew ´t nich miehr, wenn uns dei römschen wieder "romanisiert" harrn. Wo wi hüt "Deutsch" tau seggen dat kümmt woll von ollhochdüütschen theodisk /diutisk wat so väl bedüd as: "die die Volkssprache sprechen" Tjär, hüt steiht kein Varus mit sien Suldaten in Düütschland, oewer mit dei "Volkssprache" ward liekers jümmer leeger........ 
Baben up ´n Denkmal, jöggt uns dei Wind üm dei Uhren, wi keeken wiet oewern Teuteburger Wald un ut uns Kähl schall "Als die Römer frech geworden". Achteran hem´ wi noch dei "Bandelhütte" -dei olle Wahnstäd von Bugmeister Bandel- un ´t lütt Denkmal von Reichskanzler Bismarck beseihn.

 

~ Externsteine ~
Tau Middag hätt twors rägend un een hellschen Harfstwind güng dörch dei rotgälen Blärrer von dei Böm, oewer ´t hät nix nich schad. Eenmal up dei Externstein kladdern, disse groten Sandstein in Teutoburger Wald wier´n ´t wiert. Spuren von Minschen bi dei Externsteine sall´t all ut verläden Tieden üm 10.000 v. Chr gäben. Wi hem´s nich funnen un ok von dei Heistern wier nix nich tau seihn, obtwors "Externsteine" jo "Elsternfelsen" bedüden sall. ~ Wittekind in HerfordDingsdag güng´t in´t olle "Heeresfurt" (Herford) bäten Stadt bekieken un tau´n eenzigen Wittekinddenkmal in Düütschland. Wittekind, dei Sassenfürst, dei dunntaumalen hellsch kämpft hätt mit sien Stamm. Sei hem´sik dägt gägen dei "Zwangschristianisierung" von Karl d. Großen leggt. Liekers harr Karl un sien Christenminschen upletzt väl von dei Sassen dodmakt un Wittekind müst sik döpen laten. Blot so würr hei denn för Karl een gauden Christenminschen un künn mit sien Sassen wieder Läben. Achtern Park un Denkmal wier bannig Läben, dor stünn ´ne Schaul. Ob dei Schäuler woll weiten wecker dor up sien Pierd vör dei Schaul Wacht höllt?

 

~ LWL- Freilichtmuseum Detmold ~
Mirrwäken güng´t dörch ´t grötst Freilichtmuseum Düütschlands in Detmold. Up miehr as 90 ha wiern dor öwer 100 olle Gebüd tau seihn. Hunnerte Johre Westfälsche Geschicht künn wi beläwen, so as Wind - un Warrermoehl, Schaul, Katen, Buernhus, Wehrhoff, Schmeed orrer Schänke. Väle Stunnen tau Faud un mit Pierd un Wagen heil ahn "halligalli" un den Jungs hätt liekers gaud gefollen. Nich tau vergäten dei Russlanddüütschen Utstellung. Dor güng ´t üm dei Düütschen wecke in verleden Tieden sei ehr Heimat verlaten hem´ un Zarin Katharina nah Russland folgt sünd. Duntaumal würr denn Düütschen hellsch väl verspaken, oewer bi lütten öwer dei Johre würr dei Drangsal för dei düütschen "Buttenlänners" jümmer grötter. Ehr Läben un Arbeiten würr dägern inschränkt un achter 1914 un 1941 keem dat tau Verbannung un Deportationen in sibirische Gulags, wobie väl Russlanddüütsche starben sünd. Ierst siet dei 1960ger Johre künn Russlanddüütsche werr´ ut dei Sowjetrepublik utwannern, müßten oewer lang up toewen. Bät up hüt un dissen Dag kamen Kinner von Russlanddüütsche nach Düütschland. Man blot, ob dei hüt woll dat Düütschland hier finnen öwer weckes seih ehr Vörellern ehr vertellt hem´?

 

~ werr´ nah Hus, oewer ierst noch hentau Wolfsburg ~
Dunnersdag up dei Fohrt hen tau Hus hebben wi noch eis dei "Autostadt" bekiekt. Näbenan von ´t grote VW-Wark, dor wo vörmals "Automobils" för ´t Volk bugt würrn, hem´S ´ne "Autostadt" bugt. Dor kann ein sien niegen Wagen afhalen, oewer ok för bäten weniger Geld väl beläwen, hem´wi ok dahn. In ´t "ZeitHaus" hem´wi "Kultmobile" un Klassiker von dei "Automobilindustrie" seihn, so as Porsches KdF Wagen. So nömmten sei dunntaumalen ok dei Stadt bi´t Wark "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" sei würr dunn nah 1945 "Wolfsburg" döpt. As 1938 dörch denn´ Reichskanzler dei Grundsteen leggt würr, för de grötste "Autofabrik Europas" wieren 70.000 Minschen dorbi. Hüt kannst in "Lernpark" ´nen "Führerschein" maken, dat hem´ uns Jungs ok dahn. Grar so as dei groten mit Theorie un Praxis up ´nen lütt Käfer orrer Beetle as se hüt seggen. Bi dei twei groten Hochregals keem ein dat Wunnerwarken, vullautmaatsch würrn dei niegen Wagens dor von Ünnen nah Baben un Baben nah Ünnen bröcht...
As wi denn all so´n lütten ein an dei Luk harrn, von all dei Minschen un dei Technik doesig in Kopp wiern, dor güng ´t af nah Hus, af hentau Mäkelborg mit uns ollen VW. 

 

M.Ohlrogge

 

 

Walddag 2008 Walddag 2008

 

* 27.12.2008 ~ 3. Walddag´Tweidusendunacht ~

 

-Een Winterdag mütt Kind un Kägels dörch Holl´n un Busch, oewer Acker un Wisch....

 

Walddag 2008 / M.Ohlrogge Walddag 2008 / M.Ohlrogge

* Hest all hürt? ~ Lüdschnack ut Lübtheen ~ 12.2009

Dei Aust is vörbi un dei Winter kümt bi lütten neger.

Dat is dei Tied, wo ok dei Buern eis mihr tausam´ schnacken as blot „gauden Morgen“ un

„Dag ok“. 
Hier un dor gifft jo noch dei lütt Buern, dei nich ein up grote industrijelle Landwirtschaft maken. Oewer eins bruken ok dei lütten, twors Acker un Wisch. Un so as ´t in Momang is, kamen´s so licht an gaud´s Land tau gauden Pries nich ran. Soväl vörweg. Vörrig Woch harr´n sik Jungbuer Krischan un dei oll Hinrich in Lübtheen bi´t inköpen drapen. Se rädt een por Würd, futerten bäten un holl´n bäten wat ut dei Dasch.

So frögt Hinrich denn, ob Krischan ok eis mal Land von dei Stadt pacht hätt? Krischan keek dwatscht un säg, dor hett hei noch nichts nich von hürt, wo hei dat pachten kann. „Süh“, hett Hinrich antwurt, „Denn büst woll ok een von dei Lüd, dei kein Buschfunkapparat hem´?“ 
Droenschnack dacht Krischan, „Du maakst woll een Spijök mit mi Hinrich“. „Ne, dat jüst nicht, denn will ik di dat mal verklaren, woans dat is mit denn´Buschfunk. In Oktobermaand wier ik bi dei Stadtverdredensitzung un dor güng dat ok üm dei Verpachtung von stadteigeen Land. Un glöw mi, mit mien eigen Uhren hew ik dütlich hürt, as seggt würr, dei Verpachtung ward öwern Buschfunk künnig maakt. Wecker ein also Land up Pacht von dei Stadt hem´will, dei bekümmt ´t öwern Buschfunk tau weiten. Un denn hebben heil klauke noch seggt, disse Buschfunktechnik, dei sall hellsch gaud funktschionieren in Lübtheen, woll anners as dat mit disse DSL Technik is“. 
Dor keek Krischan bedrapen un frögt, wo hei denn dor mitmaken kann bi´t Buschfunk, hei will jo ok giern noch bäten Land up Pacht hem´.

„Tjä“, seggt Hinrich, „Dor hew ik ok all öwer grüwelt, bi de Stadtverdreden künn mi kein ein seggen,

wo ik tau´n Buschfunk kümm un in Laden för Ackerschnacker hem´s von Buschfunktapparaten ok noch nichts hürt“.

 

M.Ohlrogge, Veröffentlichung: 2.12.2009 ElbeExpress "Lüdschnack ut dei Griese Gegend
(Anmerkung: Anstoß gab die Art & Weise der Gemeindelandverpachtung im Bereich der Stadt Lübtheen)

 

 

(M.Ohlrogge, Veröffentlichung : 19.12.208 SVZ "Lieder, Riemels und Waffeln / 31.12.208 ElbeExpress "Lieder,Riemels und Waffeln") (M.Ohlrogge, Veröffentlichung : 19.12.208 SVZ "Lieder, Riemels und Waffeln / 31.12.208 ElbeExpress "Lieder,Riemels und Waffeln")

* „Weihnachten“, 19. Dezember 2008 * Lieder – Riemels und Waffeln ~ Grundschule Lübtheen

 

Die Vorfreude bei den Jungs und Mädels der Klasse 3b war groß und sie waren am Ende nicht enttäuscht von Ihrem Projekttag „Weihnacht“. 

Klassenlehrerin Frau Blümer, ihre Schüler und deren Eltern gestalteten gemeinsam mit viel Freude den letzten Schultag des Jahres 2008. Gruppenweise wurden Sterne und Herzen aus Bienenwachs geformt, Waffeln gebacken, Lieder gelernt und Wichtel gebastelt.

„Auch Wihnachtsmann, Bratappel, Dannenboom, Schaulliehrer un Dummerjan kamen bi´t plattdütsche Brägenspäl (Memory) nich to kort. 
Un männigeen vun de Jungs un Dierns har dorbi gau wat taun hoegen.“ 

Nach dem Besuch der Stationen fanden sich alle Kinder gemeinsam an der langen Tafel im Klassenraum ein um ihre selbst gebackenen Waffeln zu heißem Tee zu verzehren.

Zwischendurch ließen die Schüler Akkordeon und Keyboard erklingen und gaben Riemels zum Besten. Vor allem vom Singen mit Gitarrenbegleitung konnten die Kinder gar nicht genug bekommen und es folgte ein Lied nach dem anderen.

Dies war für alle ein gelungener Start in die Weihnachtsferien.

 

Veröffentlichung: 19.12.2008 SVZ "Lieder, Riemels und Waffeln" / 31.12.2008 ElbeExpress "Lieder, Riemels und Waffeln"

 

M.Ohlrogge

 

 

 

 

* Elbetal-Trailblazer - Pistensuchen mit dem Fahrrad im Elbetal

Gemeinsam mit dem Drahtesel (TREKKING- Gelände- Crossrad) über Straßen, Schotterpisten & Waldwege durch das Gebiet des Elbetals touren. (Bereich: Mecklenburg-Niedersachsen,Boizenburg-Vellahn-Lübtheen-Neuhaus-Dömitz)

Ob Schotterpisten, Feld-/Waldwege, befahrbare Deiche (Elbe,Sude,Rögnitz) oder auch die Vellahner "BERGE" im Bereich der B5, das Gebiet eignet sich für Tour, CC & auch für lütte "Downhills".

Hast Du auch Lust, dann melde Dich. Egal ob "Anfänger", 16 oder 60 Jahre, Mann oder Frau, Hardtrailer oder Fully Freund, wichtig ist die Freude am Fahren ohne das Ganze all zu eng zu sehen. Lass dein Rad ("NONAME" BAVARIA, Scott, BULLS, KETTLER oder CONNENDALE...) nicht nur vor Busbude, Eiscaffee & Parkbank die Reifen platt stehen..... Nettpost: Elbetal-Trailblazer (at) web.de



Bilder: fotos.web.de/elbetal-trailblazer/Elbtal-Trails

 

 

M.Ohlrogge

 
Hügelgrab Düssin 2008 Hügelgrab Düssin 2008

* Tausendjährige Zeugen in Vergessenheit? Hügelgräber bei Brahlstorf in Mecklenburg ~ Braakmaand 2008

 

BRAHLSTORF - Es gibt sie noch, die heimatgeschichtlichen Zeugen der Vergangenheit, wenngleich sie manches Mal nicht einfach zu erkennen sind. 
Zeugen der Besiedlung des Elbtales die tausenden Jahren getrotzt haben. Zwei davon befinden sich auf den Ackerflächen zwischen Brahlstorf und Düssin, zwei Hügelgräber. Von der Straße aus nur als einfache Hügel erkennbar, erhält man vom Fuße der Grabhügel eine weite Aussicht in die Elbniederung. Diese über 4000 Jahre alten Grabhügel dienten in der Bronzezeit als Bestattungsplätze. 
Gemessen am Menschenleben sind sie uralt, gemessen an der Weltgeschichte noch recht jung. Einer der Hügel ist durch einen in jüngerer Zeit aufgeschobenen kreisförmigen Wall umgeben. Der Wall stellt in Teilen direkt die Abbruchkante des dort befindlichen Kiesabbaugebietes dar. Hinweise und Informationen an der Straße oder den Grabhügel selbst zu diesen Zeitzeugen gibt es nicht. Lediglich ein kleines unscheinbares Schildchen ohne weitere Informationen weist einen der Hügel als "Bodendenkmal" aus. Im niedersächsischen Barskamp, keine 19 Kilometer Luftlinie von Düssin entfernt, sieht dies besser aus. Auf die dortigen Hünengräber wird durch Hinweistafeln nahe der Straße verwiesen. Dort handelt es sich um gut erhaltene über 4000 Jahre alte Steingräber. 
Eine kleine Informationstafel würde auch den Grabstätten unserer Ur-Ur-Ahnen in Mecklenburg gut stehen.

So könnten Natur und Geschichte gleichzeitig vor Ort erlebt werden.

Veröffentlichung : 11.6.2008, nnn, SVZ, HAGENOW " Natur und Geschichte vor Ort erleben"  M.Ohlrogge Veröffentlichung : 11.6.2008, nnn, SVZ, HAGENOW " Natur und Geschichte vor Ort erleben" M.Ohlrogge
Bild: Fleddermuus Drift 6/2009 Bild: Fleddermuus Drift 2009

* Maimaand 2008 GARLITZ - Untermieter - fliegende Kobolde erobern die Drift

 

In 6 Meter Höhe, im Bereich des Spitzbodens dort haben sie Unterschlupf gefunden, mindestens 40 an der Zahl. Fledermäuse, die einzigen fliegenden Säugetiere.

Ende Maimaand bis Ende Junimaand sind sie täglich zur Schummerstunde bei ihren Ausflügen zu beobachten. Dann kommen sie quietschend, teilweise zu zweit, durch den 2 x 7 cm großen Lüftungsschlitz des Blendmauerwerkes hinaus und machen sich auf Insektenjagd. Anfangs im Jahr 2007 meinten wir (Vermieter) es könnten Mäuse oder Mader sein die dort in der Luftschicht zwischen Dämmung und Blendmauerwerk Tag und Nacht rascheln und piepsen. Nach einigen Rätselraten lauerten wir unsere Untermieter auf und enttarnten sie. Bisher können wir feststellen, dass diese weder Menschenblut saugen noch sich mit bösen Geistern verbünden. Diese kleinen Kobolde eroberten sich ungefragt neuen Wohnraum. Wen wundert es, nach dem ihnen auf dem Büdnerhof in der Drift in den vergangenen 9 Jahren 2 alte Scheunen und ein Schuppen durch Abriss sowie 2 alte Wohnhäuser durch Modernisierung als Unterschlupf verloren gingen. 


~ Lebensqualität ist auch Artenvielfalt - jede Art braucht Lebensraum ~


Bild: Fleddermuus, Drift, Braakmaand 2009 , de is woll ok een Leckermul un will wat von de gauden Buer-Guhl Melk hebben supen ... 

weitere Bilder: fotos.web.de/elbetal-trailblazer/Fleddermues_Garlitz weitere Informationen: >>www.lfa-fledermausschutz-mv.de  
M.Ohlrogge

 

Garlitz, 25.05.2007 Hagelschlag Garlitz, 25.05.2007 Hagelschlag
 

* Garlitz - Hagelschlag in Maimaand 2007 ( Unwetter ) 

 

~ Wenn´t Wäder maakt wat will .... Hagel so grot as Tennisbäll .....  

Jau, dor hebbt wi uns all bannig wat verfiehrt, 
mit eens würr dat hellschen wat düster, Storm käm up, denn ballerte dat all as wenn dor een ut grote Kenonen scheiten däär,

 un fiev Minuten later henn weern all dei Däker vun uns Hüsers, Schuppen un Motorkutschen  in Dutten. 
Männigeen säär nahstens henn "Dat hebbt wi noch nich hatt..." oewer dat stimmt man nich. Ik sülben däär dat all so üm ´t Johr 1985 (+-1Johr) in Lübtheen belä

wen. 
Dor wiehr dat liekers so as 2007 in Garlitz. 


Wecker dat nu nich gloewen will, dei halt sik man fix een Artikel ut ´n SVZ Archiv, dat SED Zeitungs Organ hätt dunntomolen ok oewer schräben:

 

Unwetter  über Lübtheen... schweres Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen und starken Hagelschauern über dem Raum Lübtheen.... Dort fielen Hagelstücke mit ... 7 bis 9 cm Durchmesser und vernichteten vor allem Tabakkulturen und Haferschläge..."

 

M.Ohlrogge

 

 

 

 

 

 
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